Equity Swap
- Andreas Armster

- 7. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Ein Equity Swap ist ein Finanzderivat, bei dem Zahlungsströme an die Kursentwicklung einer Aktie oder eines Aktienportfolios gekoppelt sind. Ein Nominalbetrag dient als Bezugsgröße, wird aber nicht getauscht. Ein Swap-Partner zahlt auf Basis der Performance der Aktie, der andere zahlt entweder einen festen Zinssatz (Variante 1) oder ebenfalls eine Performance einer anderen Aktie (Variante 2). So können Investoren Kursrisiken absichern oder die Performance unterschiedlicher Aktien tauschen, ohne die Aktien selbst zu übertragen. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 437 f.)
Beispiel: Ein Investor besitzt ein Aktienportfolio im Wert von 1 Mio. €. Er schließt einen Equity Swap mit einer Bank ab, bei dem er die Performance seines Portfolios über ein Jahr an die Bank zahlt, während die Bank ihm im Gegenzug einen festen Zinssatz von 3 % auf 1 Mio. € zahlt. Steigt der Wert des Portfolios um 5 %, erhält die Bank 50.000 € vom Investor, und der Investor erhält 30.000 € Zinsen von der Bank. So tauschen beide ihre Zahlungsströme, ohne dass die Aktien selbst verkauft werden.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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