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Entscheidungsbaumverfahren

4. Jan.
1 Min. Lesezeit

Das Entscheidungsbaumverfahren ist eine Methode zur Investitionsbewertung unter Unsicherheit, bei der alle möglichen Entscheidungen und deren Folgeentscheidungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten unsicherer Ereignisse grafisch in einem Baum dargestellt werden. Ziel ist es, den optimalen Entscheidungsweg zu finden, der den maximalen erwarteten Wert (z. B. Kapitalwert) liefert. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 154 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen überlegt, ob es eine Lizenz zur Produktion sofort erwerben oder drei Jahre in Forschung investieren soll. Die zukünftigen Erlöse hängen von der Marktnachfrage ab und sind unsicher. Mithilfe eines Entscheidungsbaums werden die beiden Alternativen, mögliche Folgeentscheidungen und die Wahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Nachfrageentwicklungen dargestellt. Durch das Rollback-Verfahren lässt sich ermitteln, welche Entscheidung zu jedem Zeitpunkt den höchsten erwarteten Kapitalwert liefert, sodass das Unternehmen die Investition optimal planen kann.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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