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Entity-Methode

Die Entity-Methode ist ein Ansatz der Unternehmensbewertung, bei dem der Gesamtunternehmenswert (Summe aus Eigenkapital und Fremdkapital) ermittelt wird. Dabei werden die prognostizierten Free-Cashflows des Unternehmens bei vollständiger Eigenfinanzierung mit einem gewichteten Gesamtkapitalkostensatz (WACC) diskontiert. Anschließend lässt sich der Marktwert des Eigenkapitals bestimmen, indem vom Gesamtunternehmenswert der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen wird. Vorteil der Methode, insbesondere beim APV-Ansatz, ist die klare Trennung zwischen Leistungs- (operative Cashflows) und Finanzierungsbereich (Fremdkapital, Steuervorteile). (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 211 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmen erwirtschaftet jährliche Free-Cashflows von 1 Mio. €. Bei vollständiger Eigenfinanzierung beträgt der Kapitalisierungszinssatz 10 %, wodurch sich ein Gesamtunternehmenswert von 10 Mio. € ergibt. Das Unternehmen hat Fremdkapital in Höhe von 3 Mio. €, das zu 5 % verzinst wird und steuerlich absetzbar ist. Durch Abzug des Marktwerts des Fremdkapitals (diskontierte Zinszahlungen und Rückzahlungen) von 3 Mio. € ergibt sich ein Marktwert des Eigenkapitals von 7 Mio. €. Auf diese Weise zeigt die Entity-Methode, wie operative Erträge und Finanzierungseffekte getrennt berücksichtigt werden, um den Wert des Eigenkapitals realistisch zu bestimmen.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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