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Drei-Werte-Verfahren

4. Jan.
1 Min. Lesezeit

Das Drei-Werte-Verfahren ist eine Sensitivitätsanalyse, bei der eine Investition unter drei Szenarien bewertet wird: der wahrscheinlichsten, der günstigsten und der ungünstigsten Ausprägung der unsicheren Inputgrößen. So kann abgeschätzt werden, wie stark Unsicherheiten das Ergebnis, z. B. den Kapitalwert, beeinflussen. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 142 f.)


Beispiel: Ein Unternehmen plant eine Investition von 22.000 EUR. Die Rückflüsse der nächsten drei Jahre sind unsicher. Nach dem Drei-Werte-Verfahren wird der Kapitalwert einmal mit der wahrscheinlichsten Rückflussannahme (8.000 EUR in den Jahren 2 und 3 plus 1.500 EUR Liquidationserlös) berechnet, was 840 EUR ergibt, einmal mit den günstigsten Rückflüssen (12.000 EUR bzw. 3.000 EUR) mit 8.278 EUR Kapitalwert, und einmal mit den ungünstigsten Rückflüssen (6.000 EUR bzw. 0 EUR) mit −3.443 EUR Kapitalwert. Das zeigt, dass das Investitionsrisiko hoch ist und eine Entscheidung vom persönlichen Ermessen abhängt.


Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg

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