Diagnostische Beobachtung
Diagnostische Beobachtung ist eine geplante und kontrollierte Methode der Datenerhebung, bei der konkret festgelegte Verhaltensweisen systematisch erfasst werden, um Hypothesen zu einem Problem zu entwickeln oder zu überprüfen. Sie unterscheidet sich von der Alltagsbeobachtung dadurch, dass nur beobachtbares Verhalten – nicht Interpretationen oder Bewertungen – beschrieben und ausgewertet wird. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 88 ff.)
Beispiel: Eine Lehrkraft möchte klären, ob ein Schüler im Unterricht häufig den Unterricht stört. Dazu beobachtet sie ihn über mehrere Stunden hinweg systematisch und hält mithilfe eines Beobachtungsbogens fest, wie oft der Schüler ohne Meldung dazwischenruft und wie lange diese Störungen dauern. Auf dieser Grundlage kann sie sachlich beurteilen, ob und in welchem Ausmaß ein auffälliges Verhalten vorliegt.
Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich




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