Devisenbilanzdefizit
- Andreas Armster

- 21. Mai 2025
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Ein Devisenbilanzdefizit entsteht, wenn die Zahlungen eines Landes an das Ausland höher sind als die Einnahmen. Es gilt als wirtschaftlich unbedenklich, solange der Bestand an Währungsreserven ausreicht, um kurzfristige Ungleichgewichte auszugleichen und die Krisenprävention zu sichern. Entscheidend ist nicht die Höhe des Defizits, sondern die Reservenlage und ob das Defizit vorübergehend ist. (vgl. Kulessa 2018, S. 223 f.)
Beispiel: Ein Land importiert vorübergehend viele Maschinen für den Aufbau seiner Industrie. Dadurch entsteht ein Devisenbilanzdefizit, da mehr Devisen abfließen als zufließen. Solange das Land über hohe Währungsreserven verfügt, ist das Defizit unkritisch – es kann durch spätere Exportüberschüsse wieder ausgeglichen werden.
Kulessa, M. (2018): Makroökonomie im Gleichgewicht. Praxis und Theorie. Konstanz/München: UVK Verlagsgesellschaft



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