Deutsche Bewegung
Die Deutsche Bewegung bezeichnet eine geistige Bewegung zwischen etwa 1770 und 1830, die von der Aufklärung ausgehend neue Vorstellungen vom Menschen und von Bildung entwickelte. Dazu zählen u. a. Sturm und Drang, Klassik, Humanismus, Romantik und Idealismus. Im Mittelpunkt steht die Individualität des Menschen: Bildung soll nicht nur einzelne Fähigkeiten oder Verhaltensweisen trainieren, sondern den ganzen Menschen, seine Originalität und seine schöpferischen Kräfte entwickeln. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 114)
Beispiel: Ein Schüler soll im Unterricht nicht lediglich bestimmte Fakten auswendig lernen oder eine einzelne Fähigkeit einüben. Stattdessen soll er die Möglichkeit bekommen, eigene Interessen und Ideen zu entwickeln, selbstständig zu denken und seine Persönlichkeit auszubilden. Bildung bedeutet damit die Entwicklung und Verwirklichung des eigenen Selbst.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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