Deskriptive Pädagogik
Die deskriptive Pädagogik ist eine Richtung der Erziehungswissenschaft, die Erziehung möglichst objektiv beschreiben möchte. Im Gegensatz zur normativen Pädagogik geht es zunächst nicht darum, wie Erziehung sein soll, sondern darum, wie sie tatsächlich stattfindet. Dabei werden konkrete pädagogische Erscheinungen, z. B. das Erzieher-Zögling-Verhältnis, untersucht. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 114)
Beispiel: Ein Forscher beobachtet eine Unterrichtssituation und beschreibt möglichst genau, wie Lehrer und Schüler miteinander umgehen: Welche Anweisungen gibt der Lehrer? Wie reagieren die Schüler? Welche Formen der Kommunikation und Interaktion treten auf? Dabei soll er zunächst nicht bewerten, ob das Verhalten „gut“ oder „schlecht“ ist. Anschließend werden die beobachteten Vorgänge geordnet und als pädagogische Tatsachen untersucht.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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