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Defizitfinanzierte Steuerpolitik

Die defizitfinanzierte Steuerpolitik beschreibt staatliche Maßnahmen, bei denen der Staat durch Steuersenkungen und/oder höhere Ausgaben die Nachfrage ankurbelt und die entstehenden Finanzierungslücken durch Kreditaufnahme deckt. Ziel ist es, über zusätzliche Nachfrage einen wirtschaftlichen Impuls zu erzeugen, auch wenn dadurch die Staatsverschuldung steigt. (vgl. Theiler 2012, S. 246 ff.)


Beispiel: Wenn der Staat in einer Rezession die Einkommensteuer senkt und gleichzeitig mehr Geld in Infrastrukturprojekte wie Straßenbau investiert, ohne die Ausfälle durch höhere Steuern zu finanzieren, sondern durch neue Schulden. Dadurch haben Haushalte mehr Geld zum Ausgeben und Unternehmen erhalten zusätzliche Aufträge, was die Nachfrage und die Wirtschaft ankurbelt.


Theiler, W. (2012): Grundlagen der VWL: Makroökonomie. München: UVK/Lucius

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