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default channel

10. Feb.
1 Min. Lesezeit

Der default channel beschreibt den Wirkungsmechanismus, über den Zinserhöhungen die Ausfallwahrscheinlichkeit von Krediten erhöhen. Steigende Zinsen verteuern die Kreditrückzahlung und senken gleichzeitig Produktion, Einkommen und Nettovermögen der Kreditnehmer. Dadurch verschlechtert sich deren Kreditwürdigkeit, was zu höheren Kreditausfällen und Risiken für die Finanzmarktstabilität führt. (vgl. Plaasch 2025, S. 8)


Beispiel: Erhöht die Zentralbank den Leitzins von 2 % auf 4 %, steigt die monatliche Rate eines variabel verzinsten Unternehmenskredits von 1.000 € auf 1.200 €. Gleichzeitig sinkt wegen der konjunkturellen Abschwächung der Umsatz des Unternehmens. Die höheren Zinskosten bei geringeren Einnahmen führen dazu, dass das Unternehmen seine Kreditraten nicht mehr vollständig bedienen kann; die Ausfallwahrscheinlichkeit steigt.


Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien

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