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Covered Call-Strategie

Die Covered Call-Strategie besteht darin, dass ein Investor, der bereits Aktien eines Unternehmens besitzt, gleichzeitig Out-of-the-Money (OTM) Call-Optionen auf diese Aktien verkauft. Dadurch erzielt er Prämieneinnahmen, die das Risiko leichter Kursrückgänge abfedern und einen zusätzlichen Ertrag ermöglichen. Das Gewinnpotenzial ist begrenzt auf den Strike-Preis der verkauften Calls, während das Verlustpotenzial theoretisch unbegrenzt ist, da die Aktien weiter an Wert verlieren können. Die Strategie eignet sich besonders, um bestehende Bestände aktiv zu monetarisieren und durch Prämien eine „zweite Dividende“ zu erzielen. (vgl. Ernst/Häcker 2022, S. 99 f.)


Beispiel: Ein Investor besitzt 100 Aktien der Pharma Group zu je 70 € und verkauft gleichzeitig 1 OTM Call mit Strike 72 € für 2 € Prämie. Steigt der Aktienkurs über 72 €, wird der Call ausgeübt, und der Investor verkauft die Aktien zu 72 €, erzielt also maximalen Gewinn von 4 € pro Aktie (72 €–70 € + 2 € Prämie). Fällt der Kurs auf 68 €, verringert sich der Aktienwert um 2 €, die erhaltene Prämie von 2 € gleicht den Verlust teilweise aus.


Ernst, D.; Häcker, J. (2022): Derivate: Optionen und Futures Schritt für Schritt. München: UVK Verlag

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