Conversion-Strategie
- Andreas Armster

- 6. Jan.
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Die Conversion-Strategie ist eine Arbitrage-Strategie, bei der ein unterbewerteter Put gekauft, gleichzeitig ein Call verkauft und der Basiswert gekauft wird, meist finanziert durch einen Kredit. Ziel ist es, einen risikolosen Gewinn aus der Fehlbewertung zwischen Marktpreis und theoretischem Preis gemäß Put-Call-Parität zu realisieren. Während der Laufzeit gleicht sich die Position unabhängig von der Kursentwicklung des Basiswerts aus. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 401 f.)
Beispiel: Ein Anleger stellt eine Conversion-Strategie auf: Die Aktie kostet 200 €, ein Put auf die Aktie hat eine Optionsprämie von 60 €, der faire Put-Preis laut Put-Call-Parität beträgt 64,65 €. Er kauft den unterbewerteten Put für 60 €, verkauft gleichzeitig einen Call für 60,86 € und kauft die Aktie für 200 €, finanziert durch einen Kredit von 203,79 €. Damit erzielt er sofort einen risikolosen Gewinn von 4,65 €, unabhängig davon, wie sich der Aktienkurs entwickelt.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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