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Clarke-Steuer

Die Clarke-Steuer, auch bekannt als Clarke-Groves-Steuermechanismus, ist ein Konzept, das Haushalte dazu anregt, ihre wahren Präferenzen für öffentliche Güter offenzulegen. Entwickelt von Clarke (1971, 1980) und Groves (1977), und weiter verfeinert von Tideman und Tullock (1976), basiert der Mechanismus auf einem steuerlichen Anreizsystem.


Hierbei kann jeder Haushalt seine Präferenzen äußern und die zugeordnete Steuerlast akzeptieren. Wenn ein Haushalt jedoch versucht, das Ergebnis durch falsche Angaben seiner Präferenzen zu beeinflussen, muss er die zusätzlichen Kosten, die dadurch den anderen Haushalten entstehen, in Form einer höheren Steuer tragen. Dadurch wird sichergestellt, dass Übertreibungen und Untertreibungen der Präferenzen wirtschaftlich bestraft werden und nur die korrekte Angabe der Präferenzen zu einem individuellen Nutzen führt. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 88 f.)


Beispiel: Angenommen, eine Gemeinde plant die Errichtung eines neuen Parks und möchte die Präferenzen der Haushalte hinsichtlich der Parkausstattung erfassen. Jeder Haushalt äußert seine Wünsche und akzeptiert die daraus resultierende Steuerlast. Wenn ein Haushalt übertreibt und viel teurere Wünsche äußert, muss er die zusätzlichen Kosten, die durch seine Präferenzen entstehen, als höhere Steuer zahlen. Dies motiviert die Haushalte, ihre echten Präferenzen anzugeben, da nur dann die Steuerlast ihrem tatsächlichen Nutzen entspricht.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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