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Claim-Manager

vor 13 Minuten
1 Min. Lesezeit

Ein Claim-Manager ist eine Person, die insbesondere in größeren Projekten für das Claim-Management (Nachforderungsmanagement) verantwortlich ist. Zu den Aufgaben gehören die Erfassung, Prüfung, Bewertung und Durchsetzung eigener Ansprüche sowie die Abwehr unberechtigter Forderungen anderer Vertragspartner. Dafür benötigt ein Claim-Manager umfassende Kenntnisse im Projektmanagement sowie besondere rechtliche und vertragliche Fachkenntnisse, gegebenenfalls auch im internationalen Vertragsrecht. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Claim-Manager“)


Beispiel: Ein Bauunternehmen errichtet eine große Produktionshalle. Während der Bauphase verlangt der Auftraggeber zusätzliche Arbeiten, die ursprünglich nicht im Vertrag vereinbart waren. Der Claim-Manager des Bauunternehmens prüft die Vertragsunterlagen, dokumentiert die Änderungen und berechnet die zusätzlichen Material- und Personalkosten. Anschließend erstellt er eine Nachforderung über 50.000 Euro und verhandelt mit dem Auftraggeber über die zusätzliche Vergütung. Gleichzeitig prüft er mögliche Forderungen von Subunternehmen und weist unberechtigte Ansprüche zurück. Dadurch sorgt der Claim-Manager dafür, dass die finanziellen und vertraglichen Interessen des Bauunternehmens geschützt werden.


Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

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