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Claim

vor 7 Stunden
1 Min. Lesezeit

Ein Claim bezeichnet im Projektmanagement eine finanzielle, terminliche oder sachliche Forderung eines Vertragspartners gegenüber einem anderen Vertragspartner. Ein solcher Anspruch entsteht beispielsweise durch Änderungen der vereinbarten Leistungen, zusätzliche Arbeiten, Verzögerungen, Schäden oder die Verletzung vertraglicher Pflichten. Ein Claim kann unter anderem eine zusätzliche Vergütung, eine Verlängerung der Projektlaufzeit, eine Anpassung von Funktionen oder Schadensersatz umfassen. Wird ein solcher Anspruch gegenüber der anderen Vertragspartei geltend gemacht, spricht man von einer Nachforderung. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Claim“)


Beispiel: Ein Bauunternehmen erhält den Auftrag, ein Bürogebäude innerhalb von zwölf Monaten zu errichten. Während der Bauphase stellt der Auftraggeber fest, dass zusätzliche Räume eingebaut werden sollen, die ursprünglich nicht im Vertrag vereinbart waren. Das Bauunternehmen muss deshalb mehr Material und Arbeitszeit einsetzen. Es stellt daraufhin einen Claim und fordert vom Auftraggeber eine zusätzliche Vergütung von 30.000 Euro sowie eine Verlängerung der Bauzeit um zwei Wochen. Der Auftraggeber prüft die Forderung und stimmt ihr anschließend zu. Die zusätzlichen Leistungen und die damit verbundenen Kosten und Termine werden in einer ergänzenden vertraglichen Vereinbarung festgehalten.


Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH

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