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Chamberlin-Preisführer

1. März
1 Min. Lesezeit

Ein Chamberlin-Preisführer setzt seinen Preis in der Erwartung fest, dass die Konkurrenz diesem Preis mit einem festen Abstand automatisch folgt. Er nutzt dieses vorhersehbare, starre Anpassungsverhalten der Wettbewerber gezielt aus, um durch seine Preisentscheidung den Markt zu steuern und seinen eigenen Gewinn zu maximieren. (vgl. Pechtl 2014, S. 172)


Beispiel: Ein marktführender Getränkehersteller erhöht den Preis seiner Limonade von 1,00 € auf 1,10 €. Er weiß, dass die kleineren Anbieter ihre Preise stets etwa 5 % darunter ansetzen und daher ebenfalls proportional erhöhen werden. Diese vorhersehbare „Mitzieh-Reaktion“ kalkuliert er bewusst ein und wählt den neuen Preis so, dass er trotz der synchronen Anpassung der Konkurrenz den höchsten Gewinn erzielt.


Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius

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