Carl Menger
Carl Menger (1840–1921) war ein österreichischer Nationalökonom und der Begründer der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. In seinem Hauptwerk Grundsätze der Volkswirtschaftslehre (1871) entwickelte er eine auf dem Grenznutzen beruhende Wirtschaftstheorie. Dabei erklärte er den wirtschaftlichen Wert von Gütern subjektiv aus den individuellen Bedürfnissen und Bewertungen der Menschen. Menger vertrat außerdem einen starken methodologischen Individualismus und geriet deshalb mit der Historischen Schule in den sogenannten Methodenstreit. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 410)
Beispiel: Ein Mensch hat fünf Flaschen Wasser. Die erste Flasche ist für ihn besonders wertvoll, weil er sehr durstig ist. Die fünfte Flasche ist für ihn weniger wichtig, weil sein Durst bereits weitgehend gestillt ist. Nach Mengers Ansatz hängt der Wert des Gutes somit von seinem subjektiven Nutzen ab.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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