Bürokratie
Bürokratie ist eine Organisationsform, die durch eine streng regelgebundene, unpersönliche Ordnung geprägt ist. Jedes Mitglied hat klar abgegrenzte Aufgaben, Pflichten und Rechte, Anweisungen verlaufen hierarchisch von oben nach unten, und Kommunikation erfolgt weitgehend schriftlich. Personal ist fachlich spezialisiert, hauptberuflich tätig und wird nach Leistung oder Amtsalter befördert. Bürokratie gewährleistet Präzision, Berechenbarkeit, Kontinuität und Gleichbehandlung, kann aber auch starr, unpersönlich und innovationshemmend wirken. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 75 ff.)
Beispiel: Jeder Sachbearbeiter im Finanzamt ist für genau definierte Aufgaben zuständig, etwa die Bearbeitung von Steuererklärungen. Anweisungen erfolgen streng hierarchisch, Entscheidungen werden nach festen Regeln getroffen, und alle Vorgänge werden aktenmäßig dokumentiert. Die Mitarbeiter sind fachlich geschult, hauptberuflich tätig und erhalten ein festes Gehalt. Dadurch arbeiten die Abläufe zuverlässig und vorhersehbar, auch wenn Eigeninitiative oder flexible Entscheidungen nur begrenzt möglich sind.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag




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