Bruttozinsspanne
Die Bruttozinsspanne misst die Differenz zwischen den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen einer Bank im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme. Sie zeigt, wie viel die Bank im Zinsgeschäft im Durchschnitt verdient, und gibt Auskunft über die Rentabilität des Kreditgeschäfts und Einlagengeschäfts. Eine positive Bruttozinsspanne bedeutet, dass der durchschnittliche Aktivzins über dem Passivzins liegt. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 77 f.)
Beispiel: Eine Bank erwirtschaftet im Jahr Zinserträge von 500.000 € aus vergebenen Krediten und zahlt 200.000 € Zinsen für Kundeneinlagen. Die durchschnittliche Bilanzsumme beträgt 5.000.000 €. Die Bruttozinsspanne berechnet sich als (500.000 € − 200.000 €) ÷ 5.000.000 € × 100 % = 6 %. Das bedeutet, dass die Bank aus ihrem Zinsgeschäft durchschnittlich 6 % der Bilanzsumme als Zinsüberschuss erzielt hat.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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