Bowley-Preisführer
Ein Bowley-Preisführer setzt bewusst sehr niedrige (ggf. unter Kostenniveau liegende) Preise, um Wettbewerber unter Druck zu setzen oder aus dem Markt zu verdrängen. Er nimmt dabei eigene kurzfristige Verluste in Kauf, um später durch eine stärkere Marktposition höhere Preise und Gewinne erzielen zu können. (vgl. Pechtl 2014, S. 174 f.)
Beispiel: Eine große Supermarktkette senkt den Preis für Milch vorübergehend auf 0,39 € unter ihren eigenen Einkaufskosten. Kleine, unabhängige Läden können diesen Preis nicht mitgehen und verlieren viele Kunden. Nach deren Marktaustritt erhöht die Supermarktkette den Milchpreis wieder deutlich, um die zuvor entstandenen Verluste auszugleichen.
Pechtl, H. (2014): Preispolitik. Behavioral Pricing und Preissysteme. 2. Auflage. Konstanz/München: UVK/Lucius




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