Biomacht
Biomacht bezeichnet nach Michel Foucault eine Form von Macht, die nicht vor allem durch Zwang und Gewalt ausgeübt wird, sondern das Leben selbst „regiert“ und gestaltet. Dabei werden beispielsweise Körper, Gesundheit, Sexualität, Familie und Erziehung beeinflusst und reguliert. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 85 f.)
Beispiel: Der Staat führt eine Schulpflicht ein und legt fest, dass alle Kinder eine bestimmte Bildung erhalten müssen. Dadurch wird nicht nur Verhalten vorgeschrieben, sondern auch auf die Entwicklung, Lebensführung und gesellschaftliche Teilhabe der Menschen Einfluss genommen.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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