Bildungscontrolling
- Andreas Armster

- 8. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Bildungscontrolling ist das systematische Vorgehen zur Überprüfung der Wirksamkeit von Personalentwicklungsmaßnahmen – sowohl aus pädagogischer Perspektive (Wissenszuwachs und Fähigkeitszuwachs) als auch aus ökonomischer Perspektive (Kosten-Nutzen-Verhältnis). Es erfüllt drei Hauptfunktionen: Legitimation (Rechtfertigung von Maßnahmen), Optimierung (Verbesserung der Programme) und Feedback (Rückmeldung an Mitarbeitende und Führungskräfte). Die Wirksamkeit wird häufig mithilfe des fünfstufigen Evaluationsmodells (Kosten, Reaktion, Lernen, Transfer, Ergebnisse) gemessen. (vgl. Oechsler/Paul, 2024, S. 523 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen investiert 10.000 Euro in einen Englischkurs für seine Mitarbeiter, inklusive Kursgebühren und Ausfallzeiten. Nach Abschluss des Kurses zeigen 90 Prozent der Teilnehmer eine hohe Zufriedenheit mit der Maßnahme. Durch Tests wird ein deutlicher Wissenszuwachs im Englischen nachgewiesen. Im Arbeitsalltag setzen die Mitarbeiter die neuen Sprachkenntnisse erfolgreich um und kommunizieren besser mit internationalen Kunden. Dadurch steigt der Umsatz mit ausländischen Kunden um 15 Prozent. Das Bildungscontrolling zeigt somit, dass die Investition nicht nur pädagogisch wirksam war, sondern auch einen messbaren wirtschaftlichen Nutzen für das Unternehmen gebracht hat.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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