Bildungsabstinenz
Bildungsabstinenz bezeichnet ein schichtspezifisches Einstellungsmuster und Verhaltensmuster, bei dem insbesondere Arbeiterkinder und Kinder mit Migrationshintergrund in der höheren Bildung unterrepräsentiert sind. Ursachen sind unter anderem soziale Distanz zu weiterführenden Bildungseinrichtungen, fehlende Informationen und finanzielle Belastungen. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 76)
Beispiel: Ein Schüler aus einer Arbeiterfamilie entscheidet sich trotz guter schulischer Leistungen gegen ein Studium, weil seine Familie wenig über Hochschulen und Studienmöglichkeiten weiß und die Kosten eines Studiums als zu hoch eingeschätzt werden. Dadurch bleibt ihm der Zugang zu höherer Bildung eher versperrt.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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