Bezugskonfiguration
Aktualisiert: vor 1 Tag
Eine Bezugskonfiguration ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt offiziell festgelegte und freigegebene Zustand eines Produkts oder eines Teils davon. Sie umfasst alle relevanten technischen Dokumente und Unterlagen, die diesen Zustand beschreiben. Im Projektmanagement dient sie als verbindliche Grundlage, um spätere Änderungen zu dokumentieren, Kosten und Termine zu vergleichen und den aktuellen Produktzustand zu bewerten. (vgl. Motzel/Möller 2017, Stichwort „Bezugskonfiguration“)
Beispiel: Bei einem Bauprojekt wird der Bauplan für ein Gebäude nach der Prüfung und Freigabe durch den Auftraggeber als Bezugskonfiguration festgelegt. Der Plan enthält unter anderem die Raumaufteilung, die verwendeten Materialien und die technischen Anlagen. Während der Bauphase entscheidet der Auftraggeber, dass ein zusätzliches Fenster eingebaut werden soll. Diese Änderung wird mit der freigegebenen Bezugskonfiguration verglichen, dokumentiert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Kosten und Termine bewertet. So bleibt nachvollziehbar, welcher Plan ursprünglich genehmigt wurde und welche Änderungen später vorgenommen wurden.
Motzel, E.; Möller, T. (2017): Projektmanagement Lexikon. Referenzwerk zu den aktuellen nationalen und internationalen PM-Standards. 3. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH




Kommentare