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Beziehungspflege

26. Aug.
1 Min. Lesezeit

Beziehungspflege bezeichnet die bewusste Gestaltung einer positiven und wertschätzenden Beziehung zwischen Lehrkraft und Lernenden. Dabei wird die Persönlichkeit und das Verhalten der Lehrkraft selbst als Unterrichtsmethode genutzt, um ein gutes emotionales und konstruktives Lernklima zu schaffen. Dazu gehören unter anderem Respekt und Wertschätzung, aktives Zuhören, angemessenes Lob, konstruktive Rückmeldungen, Präsenz, Humor und eine positive Autorität. (vgl. Thömmes 2026, S. 202)


Beispiel: Eine Lehrkraft bemerkt, dass eine Schülerin heute ungewöhnlich still ist. Statt sie direkt vor der Klasse darauf anzusprechen, geht die Lehrkraft in einer passenden Situation kurz zu ihr und fragt aufmerksam nach, ob alles in Ordnung ist. Die Schülerin erzählt, dass sie Schwierigkeiten mit der aktuellen Aufgabe hat. Die Lehrkraft hört zu, nimmt ihre Unsicherheit ernst und gibt ihr eine kurze, ermutigende Rückmeldung: „Ich sehe, dass du dich gerade schwer damit tust. Lass uns gemeinsam schauen, wo du anfangen kannst.“ Dadurch fühlt sich die Schülerin ernst genommen und unterstützt. Gleichzeitig stärkt die Lehrkraft durch ihre wertschätzende Haltung die Beziehung und schafft eine positive Lernatmosphäre.


Thömmes, A. (2026): Die 200 besten Unterrichtsmethoden für die Sekundarstufe. Bewährte und neue Ideen für jede Gelegenheit. Mülheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr

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