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Bewertungsspanne

9. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Die Bewertungsspanne zeigt, wie sich Wertänderungen im Kreditpapiergeschäft und Wertpapiergeschäft einer Bank auf ihre durchschnittliche Bilanzsumme auswirken. Sie misst also, ob Abschreibungen und Risikovorsorgen die Ertragslage belasten oder ob Zuschreibungen bzw. Rückstellungsauflösungen positive Effekte bringen. Eine negative Bewertungsspanne weist auf höhere Risiken oder Verluste hin, während eine positive Spanne ein Zeichen für stabile oder verbesserte Portfolioqualität ist. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 83 f.)


Beispiel: Wenn eine Bank im Geschäftsjahr aufgrund von Kreditausfällen und Kursverlusten bei Wertpapieren insgesamt 15 Mio. € abschreiben muss, gleichzeitig aber Zuschreibungen von 5 Mio. € erzielt, ergibt sich ein Bewertungsergebnis von –10 Mio. €. Bezogen auf eine durchschnittliche Bilanzsumme von 20 Mrd. € entspricht das einer Bewertungsspanne in Höhe von –0,05 %. Damit zeigt sich, dass die Risikovorsorge die Ertragslage im betrachteten Zeitraum leicht belastet hat.


Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler

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