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Berufswahlreife

21. Aug.
1 Min. Lesezeit

Berufswahlreife bezeichnet die Fähigkeit eines Jugendlichen, sich bewusst und möglichst realistisch mit der eigenen Berufswahl auseinanderzusetzen und eine begründete Entscheidung zu treffen. Dazu gehört, die eigenen Interessen, Fähigkeiten, Wertvorstellungen und persönlichen Voraussetzungen zu erkennen und gleichzeitig die objektiven Bedingungen, wie beispielsweise Chancen und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt, zu berücksichtigen. Der Jugendliche soll verstehen, dass die Berufswahl durch ein Zusammenspiel von persönlichen und sozioökonomischen Faktoren beeinflusst wird, und sich der Notwendigkeit einer möglichst rationalen Entscheidung bewusst werden. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 109)


Beispiel: Ein Schüler möchte gerne Kfz-Mechatroniker werden. Er stellt fest, dass er sich für Technik interessiert und handwerklich geschickt ist. Gleichzeitig informiert er sich darüber, welche Ausbildungsplätze in seiner Region vorhanden sind und welche Anforderungen die Betriebe an Bewerber stellen. Er erkennt dadurch, dass sein Berufswunsch nicht nur von seinen persönlichen Interessen abhängt, sondern auch von den tatsächlich vorhandenen beruflichen Möglichkeiten. Dadurch entwickelt er eine realistische Vorstellung von seiner Berufswahl und kann eine begründete Entscheidung treffen.


May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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