Berufliche Sozialisation
Berufliche Sozialisation bezeichnet den Prozess, durch den eine Person die Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen erwirbt, die für die Ausübung eines Berufs notwendig sind. Sie findet insbesondere während der Berufsausbildung und im Berufsleben statt. Dabei entwickelt sich auch eine Berufsidentität, indem beispielsweise Sorgfalt, Disziplin und Zuverlässigkeit erlernt und betriebliche Regeln übernommen werden. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 83 ff.)
Beispiel: Lisa beginnt eine 3-jährige Ausbildung zur Industriekauffrau. Im Betrieb lernt sie nicht nur, Rechnungen zu bearbeiten, sondern auch pünktlich zu sein, sorgfältig zu arbeiten und betriebliche Regeln einzuhalten. Mit der Zeit entwickelt sie dadurch eine Vorstellung davon, was von einer Industriekauffrau erwartet wird. Sie entwickelt eine Berufsidentität.
May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag




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