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asset price channel

10. Feb.
1 Min. Lesezeit

Der asset price channel beschreibt den Wirkungsmechanismus geldpolitischer Maßnahmen auf die Finanzmarktstabilität über Vermögenspreise. Sinkende Zinsen erhöhen die Preise von Vermögenswerten (z. B. Immobilien oder Aktien), wodurch der Wert von Sicherheiten steigt. Dies ermöglicht eine Ausweitung der Kreditvergabe, was die Vermögenspreise weiter antreiben kann und im Abschwung umgekehrt Risiken für die Finanzmarktstabilität erzeugt. (vgl. Plaasch 2025, S. 8 f.)


Beispiel: Senkt die Zentralbank den Leitzins von 3 % auf 1 %, steigen die Immobilienpreise. Ein Haus, das zuvor 300.000 € wert war, ist nun 360.000 € wert. Die Bank akzeptiert den höheren Wert als Sicherheit und erhöht den möglichen Kredit von 210.000 € auf 250.000 €. Dadurch werden mehr Kredite vergeben, was die Nachfrage nach Immobilien weiter erhöht und die Preise nochmals steigen lässt.


Plaasch, J. (2025): Geldpolitik und Kreditzyklen aus makroprudenzieller Sicht. Wiesebaden: Springer Fachmedien

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