Askese
Askese bezeichnet Übungen zur Verwirklichung der eigenen Vollkommenheit, bei denen natürliche Neigungen und Eigenschaften gezügelt oder beherrscht werden, um Selbstbestimmung und Verantwortung zu entwickeln. Pädagogisch bedeutet dies, den Menschen dazu zu erziehen, seine natürlichen Triebe und Bedürfnisse zu kontrollieren. Besonders im Mittelalter und in der spanischen Renaissance spielte dieser Gedanke eine wichtige Rolle; später wurde er auch von der Reformpädagogik aufgegriffen. (vgl. Böhm/Seichter 2018, S. 42)
Beispiel: Eine Person verzichtet bewusst über längere Zeit auf Süßigkeiten, obwohl sie diese gerne isst, um ihre Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin zu trainieren.
Böhm, W.; Seichter, S. (2018): Wörterbuch der Pädagogik. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh




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