AOSE-Spanne
Die AOSE-Spanne misst den Anteil des außerordentlichen Ergebnisses und des sonstigen betrieblichen Ergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme. Sie zeigt also, wie stark nicht-gewöhnliche, unregelmäßige oder einmalige Ertragsbestandteile zum Gesamtergebnis einer Bank beitragen. Da diese Bestandteile nicht planbar und nicht Teil des Kerngeschäfts sind, sollte die AOSE-Spanne idealerweise niedrig und möglichst stabil bleiben. (vgl. Botsis et al. 2015, S. 110 f.)
Beispiel: Eine Bank erzielt im Geschäftsjahr ein außerordentliches Ergebnis von 27 Mio. Euro und ein sonstiges betriebliches Ergebnis von 181 Mio. Euro. Die durchschnittliche Bilanzsumme beträgt 33,8 Mrd. Euro. Setzt man beide Ergebnisgrößen ins Verhältnis zur Bilanzsumme, ergibt sich eine AOSE-Spanne von rund 0,53 %. Das bedeutet, dass nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtleistung aus nicht-gewöhnlichen oder einmaligen Erträgen stammt – ein Hinweis darauf, dass das Ergebnis der Bank überwiegend aus dem regulären operativen Geschäft kommt.
Botsis, D.; Hansknecht, S.; Hauke, C.; Janssen, N.; Kaiser, B.; Rock, T. (2015): Kennzahlen und Kennzahlensysteme für Banken. Wiesbaden: Springer Gabler




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