Anreizregulierung
- Andreas Armster

- 27. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Anreizregulierung bezeichnet ein Regulierungsmodell, bei dem Netzbetreibern für mehrere Jahre eine Erlösobergrenze vorgegeben wird. Arbeiten sie effizienter als vorgegeben, dürfen sie die eingesparten Kosten vorübergehend als Gewinn behalten; ineffizientes Wirtschaften führt dagegen zu Verlusten. Ziel ist es, Kostensenkungen und effiziente Investitionen im Netzbetrieb zu fördern. (vgl. Linnemann 2024, S. 87 ff.)
Beispiel: Ein Netzbetreiber darf laut Regulierungsbehörde jährlich maximal 100 Mio. € erlösen. Durch effizientere Wartung spart er 5 Mio. € Kosten ein. Diese 5 Mio. € darf er bis zum Ende der Regulierungsperiode behalten; erst danach profitieren die Kunden über niedrigere Netzentgelte.
Linnemann, M. (2024): Energiewirtschaft für (Quer-)Einsteiger. Einmaleins der Stromwirtschaft. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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