Annuitätenmethode
Die Annuitätenmethode ist ein dynamisches Investitionsrechenverfahren, bei dem der Kapitalwert einer Investition in gleich hohe jährliche Zahlungen (Annuitäten) über die Nutzungsdauer umgerechnet wird. Eine Investition gilt als vorteilhaft, wenn die Annuität positiv ist, da sie dann neben Verzinsung und Rückzahlung des eingesetzten Kapitals einen jährlichen Überschuss erwirtschaftet. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 60 ff.)
Beispiel: Ein Unternehmen investiert 30.000 € in eine Maschine, die über sechs Jahre genutzt wird. Bei einem Kalkulationszins von 10 % ergibt sich aus den erwarteten Rückflüssen ein positiver Kapitalwert. Dieser Kapitalwert wird mithilfe der Annuitätenmethode in eine gleich hohe jährliche Annuität von rund 660 € umgerechnet. Das bedeutet, dass die Investition nach Verzinsung und Rückzahlung des eingesetzten Kapitals jedes Jahr einen zusätzlichen Überschuss von etwa 660 € erwirtschaftet.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg




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