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Angleichungseffekte

13. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Angleichungseffekte bezeichnen Verzerrungen in der Notenvergabe, bei denen sich Bewertungen über längere Zeit an ein bestimmtes Notenniveau angleichen, sodass Unterschiede in den tatsächlichen Leistungen zunehmend verwischt werden und es zur sogenannten Noteninflation kommt. (vgl. Beutel/Pant 2020, S. 33 ff.)


Beispiel: In einer Schule vergeben Lehrkräfte über mehrere Jahre hinweg immer häufiger gute und sehr gute Noten, weil sie den Eindruck haben, ihre Schülerinnen und Schüler müssten für Bewerbungen und Übergänge konkurrenzfähig sein. Obwohl die tatsächlichen Leistungen gleich bleiben, verschiebt sich die Notenverteilung zunehmend nach oben, sodass am Ende viele Lernende eine Zwei oder Eins erhalten und schwächere Leistungen kaum noch sichtbar werden.


Beutel, S.; H. A. Pant (2020): Lernen ohne Noten. Alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung. Stuttgart: Kohlhammer

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