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Agenturprobleme

26. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Agenturprobleme entstehen in einer Prinzipal-Agent-Beziehung durch Informationsasymmetrien und Zielkonflikte, wenn der Agent über verborgene Eigenschaften, Handlungen, Informationen oder Absichten verfügt und diese opportunistisch zu seinem Vorteil nutzen kann. Typische Folgen sind Adverse Selection, Moral Hazard (z. B. Shirking) und Hold-up. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 150 ff.)


Beispiel: Ein Unternehmensinhaber (Prinzipal) stellt einen Manager (Agent) ein, ohne genau zu wissen, wie leistungsbereit und zuverlässig dieser ist. Nach Vertragsabschluss kann der Manager seinen tatsächlichen Arbeitseinsatz oder die Qualität seiner Entscheidungen verbergen. Er könnte sich weniger anstrengen (Shirking) oder Entscheidungen treffen, die ihm persönliche Vorteile bringen, aber dem Unternehmen schaden (Moral Hazard). Da der Manager über spezielles Wissen verfügt und nicht leicht ersetzbar ist, kann er diese Position zum Nachteil des Eigentümers ausnutzen.


Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag

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