Agenturansatz
- Andreas Armster

- vor 13 Stunden
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Der Agenturansatz der Unternehmensführung untersucht das Verhältnis zwischen einem Prinzipal (Auftraggeber) und einem Agenten (Auftragnehmer), wenn Entscheidungsbefugnisse vom Prinzipal auf den Agenten übertragen werden. Im Mittelpunkt steht das Problem, dass der Agent aufgrund eigener Interessen möglicherweise nicht vollständig im Sinne des Prinzipals handelt. Dadurch können beispielsweise Überwachungskosten, Gewährleistungskosten und Residualkosten entstehen. Ziel des Ansatzes ist es, durch geeignete Verträge und Anreizsysteme bzw. Kontrollsysteme eine möglichst effiziente Zusammenarbeit zu erreichen. (vgl. Macharzina/Wolf 2023, S. 72 ff.)
Beispiel: Die Anteilseigner eines Unternehmens übertragen die Unternehmensführung an einen Manager. Der Manager entscheidet beispielsweise, ob ein Teil des Unternehmensgewinns in eine neue Produktionsanlage investiert oder als Gewinn ausgeschüttet wird. Während die Anteilseigner eine möglichst hohe Rendite anstreben, könnte der Manager beispielsweise eine besonders repräsentative Geschäftsausstattung bevorzugen, die ihm persönlich einen Vorteil bringt, aber den Anteilseignern keinen entsprechenden Nutzen bietet. Die Anteilseigner können deshalb Kontrollmechanismen oder erfolgsabhängige Vergütungen einsetzen, um die Interessen des Managers stärker an ihren eigenen Zielen auszurichten.
Macharzina, K.; Wolf, J. (2023): Unternehmensführung. Das internationale Managementwissen Konzepte – Methoden – Praxis. 12. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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