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- Was-Zugang
Der Was-Zugang bedeutet, dass jemand genau wissen möchte, worum es geht. Die Person will klare Erklärungen, Informationen und Beweise, um den Lernstoff zu verstehen. (vgl. Lehner 2019, S. 226) Beispiel: Ein Schüler fragt im Geschichtsunterricht nach genauen Daten und Ereignissen, um besser zu verstehen, wie ein bestimmter Krieg verlaufen ist. Er möchte konkrete Informationen, statt nur allgemeine Erklärungen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Warum-Zugang
Der Warum-Zugang bedeutet, dass Lernende verstehen wollen, warum der Lernstoff für sie relevant ist. Sie möchten wissen, welchen Nutzen oder welche Bedeutung das Wissen für sie hat. (vgl. Lehner 2019, S. 225) Beispiel: Ein Schüler fragt im Mathematikunterricht, warum er Algebra lernen soll, und die Lehrerin erklärt, wie wichtig es für zukünftige Studiengänge und den Alltag ist, z.B. beim Lösen von Problemen und beim Umgang mit Finanzen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Glaubenssätze
Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen und Einstellungen, die das Verhalten von Menschen stark beeinflussen. Diese Überzeugungen sind oft verallgemeinert und prägen, wie Menschen bestimmte Situationen wahrnehmen und darauf reagieren. (vgl. Lehner 2019, S. 223 f.) Beispiel: Ich bin schlecht in Mathematik. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Coaching
Coaching ist eine zeitlich begrenzte Unterstützung einer Person (dem Coachee) durch einen Coach, meist in Form einer Einzelberatung. Wenn es speziell um Schüler und deren Lernprozesse geht, spricht man von Lerncoaching. (vgl. Lehner 2019, S. 222) Beispiel: Ein Schüler, der Schwierigkeiten hat, sich auf Prüfungen vorzubereiten, arbeitet im Rahmen eines Lerncoachings mit einem Coach zusammen. Der Coach hilft ihm, effektive Lernstrategien zu entwickeln und unterstützt ihn dabei, seine Prüfungsangst zu überwinden. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Retter-Rolle
Die Retter-Rolle beschreibt Personen, die sich in eine Position bringen, in der sie ständig versuchen, anderen zu helfen oder sie zu unterstützen, oft auf eine Art, die sich selbstgerecht oder einseitig anfühlt. (vgl. Lehner 2019, S. 220) Beispiel: Ein Schüler bemerkt, dass seine Mitschülerin regelmäßig Schwierigkeiten im Matheunterricht hat. Statt sie einfach zu unterstützen oder um Hilfe zu bitten, übernimmt er ständig ihre Aufgaben und erklärt ihr jeden Schritt sehr detailliert. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Täter-Rolle
Die Täter-Rolle beschreibt ein Verhalten, bei dem eine Person andere stark kritisiert oder herabsetzt. Diese Person neigt dazu, andere anzuklagen oder zu verurteilen, während sie ihren eigenen Wert hoch einschätzt. (vgl. Lehner 2019, S. 220) Beispiel: Ein Schüler, der ständig die Arbeit seiner Mitschüler kritisiert und sie für Fehler verantwortlich macht, während er selbst kaum konstruktive Rückmeldungen gibt, übernimmt die Täter-Rolle. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Opfer-Rolle
Mit "Opfer-Rolle" wird eine Haltung oder Verhaltensweise beschrieben, bei der eine Person sich selbst als schwach oder hilflos darstellt und glaubt, von anderen abgelehnt zu werden. (vgl. Lehner 2019, S. 220) Beispiel: Ein Schüler, der in der Klasse häufig sagt, dass er etwas nicht versteht oder nicht schafft, obwohl er es noch gar nicht richtig versucht hat, und dabei auf die Hilfe der Lehrperson oder Mitschüler wartet, zeigt ein Verhalten, das typisch für die Opfer-Rolle ist. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Pygmalion-Effekt
Der Pygmalion-Effekt beschreibt, wie die Erwartungen einer Lehrperson gegenüber einem Schüler dessen tatsächliche Leistung beeinflussen können. Wenn eine Lehrkraft beispielsweise glaubt, dass ein Schüler besonders schwach ist, behandelt sie ihn möglicherweise weniger fördernd. Dadurch bekommt der Schüler seltener die Chance, sein Können zu zeigen, und seine Leistungen bleiben tatsächlich schwächer. Diese Dynamik kann zu einem Teufelskreis führen, in dem die anfänglichen negativen Erwartungen die späteren Leistungen weiter beeinträchtigen. (vgl. Lehner 2019, S. 219) Beispiel: Ein Lehrer geht davon aus, dass ein bestimmter Schüler in Mathematik schwach ist. Daher stellt er ihm weniger komplexe Fragen und bietet weniger Unterstützung an. Der Schüler hat dadurch weniger Gelegenheiten, seine Fähigkeiten zu zeigen, und bleibt tatsächlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Kausalattribution
Bei der Kausalattribution geht es darum, wie Menschen die Ursachen für bestimmte Ereignisse oder Verhaltensweisen wahrnehmen und erklären. In diesem Kontext bedeutet das, dass Lehrkräfte die Gründe für das Verhalten von Schülern oder deren Leistungen entweder auf interne Faktoren (wie Fähigkeiten, Anstrengung) oder auf externe Faktoren (wie äußere Umstände, Glück) zurückführen. Diese Zuschreibungen beeinflussen, wie Lehrkräfte die Schüler wahrnehmen und wie sie mit ihnen umgehen, was wiederum Auswirkungen auf die Beziehung zwischen Lehrkraft und Schüler haben kann. (vgl. Lehner 2019, S. 217) Beispiel: Wenn ein Schüler in einer Prüfung schlecht abschneidet, könnte die Lehrkraft dies intern attribuieren, indem sie denkt: "Er hat sich nicht genug angestrengt." Alternativ könnte sie die Ursache extern zuschreiben, indem sie sagt: "Die Prüfung war zu schwierig." Wie die Lehrkraft die Ursache zuschreibt, beeinflusst, wie sie den Schüler in Zukunft unterstützt oder bewertet. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Disziplin
Disziplin bedeutet, dass eine Lehrkraft bei Störungen im Unterricht klar, bestimmt und fair reagiert, ohne dabei zu streng zu sein. Die Reaktion soll angemessen sein, um das Lernklima aufrechtzuerhalten. (vgl. Lehner 2019, S. 212) Beispiel: Wenn ein Schüler während des Unterrichts ständig redet und andere ablenkt, bittet die Lehrkraft ihn ruhig, aber bestimmt, damit aufzuhören. Sie erklärt, warum es wichtig ist, leise zu sein, um allen das Lernen zu ermöglichen, und sorgt so für eine faire und klare Regelung ohne die Situation zu eskalieren. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Klassenführung
Klassenführung umfasst alle Maßnahmen und Einstellungen, die Lehrkräfte einsetzen, um den Unterricht effektiv zu gestalten. Ziel ist es, die Unterrichtszeit so zu nutzen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler produktiv und störungsfrei lernen können. (vgl. Lehner 2019, S. 212) Beispiel: Eine Lehrkraft sorgt durch klare Regeln und strukturierte Abläufe dafür, dass der Unterricht störungsfrei verläuft, sodass die Schüler konzentriert arbeiten können. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag
- Moderiertes Feedback
Moderiertes Feedback ist ein Evaluationsinstrument, bei dem durch eine Kartenabfrage verschiedene Aspekte eines Lernprozesses erfasst werden, entweder durch offene Fragen oder durch Einschätzungen auf einer Bewertungsskala. (vgl. Lehner 2019, S. 207) Beispiel: Angenommen, nach dem BWL-Unterricht erhalten die Lernenden Karten, auf denen sie auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten, wie verständlich die Inhalte waren. Zusätzlich werden sie gebeten, offene Fragen zu beantworten, wie etwa: „Was hat euch besonders geholfen?“ und „Was könnte verbessert werden?“ Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag


