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- Verbrauchsfunktion
Die Verbrauchsfunktion bezeichnet den Zusammenhang zwischen der produzierten Menge an Gütern oder Dienstleistungen und den dafür eingesetzten Produktionsfaktoren wie Arbeit, Maschinen oder Material. Sie zeigt also, wie viel Output mit einer bestimmten Menge an eingesetzten Faktoren hergestellt werden kann. (vgl. Schneck 2018, S. 1015 ff.) Beispiel: Eine Bäckerei benötigt für die Herstellung von 1.000 Brötchen beispielsweise 20 Arbeitsstunden, 50 kg Mehl und 10 Stunden Maschinenzeit. Die Verbrauchsfunktion beschreibt den Zusammenhang zwischen diesen eingesetzten Produktionsfaktoren und der produzierten Menge von 1.000 Brötchen. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Verbrauchsfolgeverfahren
Verbrauchsfolgeverfahren sind Verfahren zur vereinfachten Bewertung gleichartiger Vorräte, bei denen angenommen wird, in welcher Reihenfolge die eingekauften oder hergestellten Güter verbraucht bzw. verkauft werden. Dabei wird eine bestimmte Verbrauchsfolge unterstellt, obwohl die tatsächliche Reihenfolge möglicherweise anders ist. (vgl. Schneck 2018, S. 1015 ff.) Beispiele: FIFO, LIFO, HIFO, LOFO Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz
Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz bezeichnet einen Ansatz der Betriebswirtschaftslehre, der nicht nur wirtschaftliche Entscheidungen und Strukturen betrachtet, sondern auch das Verhalten und die Motivation der Menschen im Unternehmen. Im Mittelpunkt steht also die Frage, wie Mitarbeiter denken, handeln und durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden. (vgl. Schneck 2018, S. 1015 ff.) Beispiel: In einem Unternehmen sinkt die Leistung der Mitarbeiter. Nach dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz untersucht man nicht nur die Arbeitsabläufe, sondern beispielsweise auch, ob fehlende Anerkennung, schlechte Arbeitsbedingungen oder geringe Aufstiegsmöglichkeiten die Motivation beeinflussen. Daraufhin könnte das Unternehmen etwa ein Erfolgsbeteiligungsmodell einführen, bei dem Mitarbeiter bei einem Jahresgewinn von beispielsweise 1 Mio. € mit 5 % des Gewinns beteiligt werden. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Vega
Vega bezeichnet eine Kennzahl dafür, wie stark sich der Preis einer Option verändert, wenn sich die erwartete bzw. implizite Volatilität um 1 Prozentpunkt verändert. Vega misst damit die Empfindlichkeit des Optionspreises gegenüber Veränderungen der erwarteten Schwankungsintensität des Basiswerts. (vgl. Schneck 2018, S. 1015 ff.) Beispiel: Eine Option kostet aktuell 5 € und hat ein Vega von 0,20. Steigt die implizite Volatilität um 1 Prozentpunkt, erhöht sich der Optionspreis unter sonst gleichen Bedingungen ungefähr um 0,20 € auf 5,20 €. Sinkt die Volatilität um 1 Prozentpunkt, würde der Optionspreis entsprechend auf etwa 4,80 € fallen. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Value Based Selling
Value Based Selling bezeichnet eine Verkaufsstrategie, bei der nicht primär der Preis, sondern der konkrete Nutzen und Wert eines Produkts für den Kunden im Mittelpunkt stehen. Der Verkäufer zeigt dem Kunden, welchen Vorteil die Leistung gegenüber anderen Angeboten bietet. Je größer der wahrgenommene Nutzen ist, desto höher kann die Zahlungsbereitschaft des Kunden sein. (vgl. Schneck 2018, S. 1015 ff.) Beispiel: Eine Unternehmenssoftware kostet 20.000 €. Der Verkäufer zeigt dem Kunden, dass durch die Software jährlich 30.000 € Personalkosten eingespart werden können. Obwohl die Software teurer als eine Alternative für 12.000 € ist, kann der Kunde den höheren Preis aufgrund des größeren wirtschaftlichen Nutzens akzeptieren. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Usancen
Usancen bezeichnet übliche und anerkannte Handelsbräuche, die insbesondere unter Kaufleuten verwendet werden, ohne dass sie ausdrücklich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) festgelegt sein müssen. Sie erleichtern und vereinheitlichen den Geschäftsverkehr. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiel: Im internationalen Zahlungsverkehr werden bestimmte Abkürzungen und standardisierte Bezeichnungen über SWIFT verwendet, damit Banken weltweit eindeutig erkennen können, welche Zahlung gemeint ist und an welche Bank sie weitergeleitet werden soll. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Ursprungszeugnis
Das Ursprungszeugnis ist ein amtliches Dokument, das bescheinigt, aus welchem Land eine Ware stammt. Es wird insbesondere im internationalen Handel benötigt, wenn das Herkunftsland bei der Einfuhr für zollrechtliche oder außenwirtschaftliche Zwecke nachgewiesen werden muss. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiel: Ein deutsches Unternehmen exportiert Maschinen im Wert von 100.000 € nach Indien. Die indischen Behörden verlangen einen Nachweis über das Herkunftsland der Maschinen. Das Unternehmen lässt deshalb bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) ein Ursprungszeugnis ausstellen, das beispielsweise „Ursprung: Deutschland“ bestätigt. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Upselling
Upselling bezeichnet eine Verkaufsstrategie, bei der einem Kunden statt der ursprünglich gewählten Variante eine höherwertige und teurere Variante angeboten wird. Dabei werden die zusätzlichen Vorteile des teureren Produkts hervorgehoben, beispielsweise mehr Komfort, bessere Ausstattung oder eine höhere Leistung. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiel: Ein Kunde möchte ein Auto für 30.000 € kaufen. Der Verkäufer zeigt ihm zusätzlich ein Modell für 35.000 € und erklärt, dass dieses unter anderem eine bessere Sicherheitsausstattung und mehr Komfort bietet. Entscheidet sich der Kunde für das teurere Modell, handelt es sich um Upselling. Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Rack-Jobber
Der Rack-Jobber ist eine Form der Untervermietung des Handels, bei der ein Hersteller oder Großhändler eine bestimmte Regal- oder Verkaufsfläche beim Händler mietet und diese selbst bewirtschaftet. Er übernimmt insbesondere die Warenbestückung und das Merchandising, während der Händler die Verkaufsfläche bereitstellt. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiel: Tchibo Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Store-in-the-Store-System
Das Store-in-the-Store-System ist eine weitergehende Form der Untervermietung des Handels, bei der einem anderen Unternehmen eine komplette Abteilung innerhalb eines größeren Geschäfts überlassen wird. Der externe Händler übernimmt dabei weitgehend eigenständig die Gestaltung und Bewirtschaftung dieser Abteilung. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiele: Karstadt, Edeka Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Shop-in-the-Shop-System
Das Shop-in-the-Shop-System ist eine Form der Untervermietung des Handels, bei der ein Händler einem Hersteller oder Anbieter einen abgegrenzten Teil seiner Verkaufsfläche überlässt. Der Hersteller präsentiert seine Produkte dort weitgehend selbstständig und kann dadurch sein eigenes Erscheinungsbild schaffen. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiele: Esprit-Sportswear, Rosenthal-Porzellan Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv
- Untervermietung des Handels
Untervermietung des Handels bezeichnet verschiedene Formen, bei denen ein Händler Verkaufsfläche innerhalb seines Geschäfts an einen Hersteller oder anderen Anbieter überlässt. Dieser übernimmt dann teilweise selbst die Präsentation und den Verkauf seiner Waren. (vgl. Schneck 2018, S. 993 ff.) Beispiele: Shop-in-the-Shop-System, Store-in-the-Store-System, Rack-Jobber, Konzession Schneck, O. (2018): Lexikon der Betriebswirtschaft. 10. Auflage. München: dtv


