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  • Eigenkapitalquote

    Die Eigenkapitalquote betrachtet die finanzielle Struktur eines Unternehmens und gibt an, welcher Anteil des Kapitals aus Eigenkapital besteht im Vergleich zum Gesamtkapital. Es gibt keine feste Regel, welche Eigenkapitalquote ideal ist, da dies von der Branche und den individuellen Umständen des Unternehmens abhängt. Generell gilt jedoch, dass eine höhere Eigenkapitalquote positiv bewertet wird. Dies liegt daran, dass ein höherer Eigenkapitalanteil das Risiko für Gläubiger verringert, da Eigenkapital grundsätzlich zur Deckung von Schulden verwendet werden kann. (vgl. Kußmaul 2016, S. 415) Beispiel: Ein Unternehmen hat insgesamt 100.000 € Gesamtvermögen und 70.000 Euro Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote würde dann 70 % betragen, da das Eigenkapital 70 % des gesamten Vermögens ausmacht. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 415

  • Direkte Instruktion

    Direkte Instruktion ist ein methodisches Konzept, bei dem der Lernprozess in klaren Schritten abläuft. Zuerst präsentiert der Lehrer das zu erlernende Material oder die Konzepte. Dann folgt angeleitetes Üben, bei dem die Schüler unter Anleitung des Lehrers praktische Anwendung des Gelernten üben. Nach dem Üben erhalten die Schüler Rückmeldung und Korrekturen, um ihre Leistung zu verbessern. Schließlich erfolgt Üben ohne Anleitung, um sicherzustellen, dass die Schüler das Gelernte eigenständig anwenden können. Auf diese Weise wird das Lernen strukturiert und Schülern ermöglicht, das Material schrittweise zu erfassen und zu beherrschen. (vgl. Lehner 2019, S. 30) Beispiel: Eine Mathematikklasse, in der der Lehrer den Schülern eine neue Methode zur Lösung von Gleichungen präsentiert. Zuerst erklärt der Lehrer die Methode und zeigt Beispiele zur Veranschaulichung. Dann führt er die Schüler durch einige Übungen, bei denen sie die Methode unter seiner Anleitung anwenden. Während des Übens erhalten die Schüler Feedback und Korrekturen von ihrem Lehrer. Schließlich werden die Schüler ermutigt, ähnliche Übungen eigenständig durchzuführen, um sicherzustellen, dass sie die Methode vollständig verstanden haben und anwenden können. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Vermögensstruktur

    Die Vermögensstrukturanalyse betrachtet die Verteilung des Vermögens eines Unternehmens und untersucht den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Da das Anlagevermögen typischerweise langfristig genutzt wird, bedeutet ein niedriger Anteil an Anlagevermögen in der Regel eine höhere Flexibilität des Unternehmens. Dies liegt daran, dass weniger finanzielle Mittel langfristig gebunden sind. Allerdings kann ein geringer Anteil an Anlagevermögen auch darauf hinweisen, dass das Unternehmen mit älteren, bereits abgeschriebenen Anlagen arbeitet. Daher kann diese Kennzahl allein keine eindeutige Aussage über die finanzielle Situation des Unternehmens treffen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 414 f.) Beispiel: Angenommen, ein Unternehmen hat ein Anlagevermögen von 500.000 Euro und ein Gesamtvermögen von 1.000.000 Euro. Dann beträgt die Vermögensstruktur 50%. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 414-415

  • Jahresabschlussanalyse

    Die Jahresabschlussanalyse umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die im Jahresabschluss eines Unternehmens enthaltenen Informationen aufzubereiten und auszuwerten. Dabei werden verschiedene Kennzahlen und Verhältnisse analysiert, um die finanzielle Lage, Leistungsfähigkeit und Entwicklung des Unternehmens zu beurteilen. Die Hauptnutzer der Jahresabschlussanalyse sind externe Interessengruppen wie Eigenkapitalgeber, Fremdkapitalgeber, Arbeitnehmer, Lieferanten, Kunden, Konkurrenten sowie Informationsdienstleister wie Betreiber von Wirtschaftsdatenbanken, Börsendienste oder Finanzanlageberater. Diese Gruppen nutzen die Analysen, um ihre Entscheidungen zu treffen, beispielsweise in Bezug auf Investitionen, Kreditvergabe oder Geschäftsbeziehungen. (vgl. Kußmaul 2016, S. 413) Beispiel: Ein Investor prüft die Finanzberichte eines Unternehmens, um eine Investitionsentscheidung zu treffen. Er analysiert Kennzahlen wie Umsatzwachstum, Gewinnmargen, Verschuldungsgrad und Cashflow, um die finanzielle Gesundheit und Performance des Unternehmens zu bewerten. Basierend auf diesen Analysen entscheidet der Investor, ob er in das Unternehmen investieren möchte oder nicht. Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 413

  • Lernen am Arbeitsplatz

    Lernen am Arbeitsplatz bezeichnet ein didaktisches Konzept, bei dem Arbeitnehmer während ihrer Arbeit praxisorientiert neue Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben. Dabei wird die Arbeitsumgebung so gestaltet, dass Mitarbeiter auftretende Probleme eigenständig lösen können oder durch Unterstützung anderer. Beispiele für diese Lernumgebung sind Lerninseln oder Werkstattzirkel, in denen Mitarbeiter aktiv miteinander lernen und ihre Fähigkeiten verbessern können, während sie an ihren Arbeitsaufgaben arbeiten. (vgl. Lehner 2019, S. 29) Beispiel: Ein neuer Mitarbeiter wird in einem IT-Unternehmen eingestellt. Statt ihn nur theoretisch zu schulen, wird er direkt in Projekte eingebunden und arbeitet mit erfahrenen Kollegen zusammen. Während er an realen Aufgaben arbeitet, lernt er, indem er praktische Probleme löst und von seinen Kollegen lernt. So erwirbt er nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Fähigkeiten, die direkt auf seine Arbeitsumgebung anwendbar sind. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Gewinn- und Verlustrechnung

    Die Gewinn- und Verlustrechnung ist ein Finanzbericht, der die Einnahmen und Ausgaben eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum, normalerweise ein Geschäftsjahr, gegenüberstellt. Ihre Funktion besteht darin, den Periodenerfolg des Unternehmens zu erklären, indem sie die Art, Höhe und Herkunft der Erträge und Aufwendungen darlegt. Auf diese Weise ermöglicht die Gewinn- und Verlustrechnung eine detaillierte Analyse der finanziellen Leistungsfähigkeit des Unternehmens während des betrachteten Zeitraums. (vgl. Kußmaul 2016, S. 393 f.) Beispiele: Mietaufwendungen, Zinserträge, Löhne, Büromaterial, Umsatzerlöse Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 393-394

  • Selbstgesteuertes Lernen

    Selbstgesteuertes Lernen bezeichnet Lernformen, bei denen die Lernenden einen hohen Grad an Autonomie über ihren Lernprozess haben. Das bedeutet, dass sie weitgehend selbstbestimmt entscheiden, was, wie und wann sie lernen möchten. Die Verantwortung für den Lernfortschritt liegt dabei bei den Lernenden selbst, die ihre Lernziele setzen, Lernmaterialien auswählen, ihren Lernfortschritt überwachen und ihre Lernstrategien anpassen. Die Rolle des Lehrers besteht häufig darin, als Unterstützer und Berater zu fungieren, der die Lernenden bei Bedarf unterstützt, Ressourcen bereitstellt und Feedback gibt, anstatt den Lernprozess direkt zu steuern. (vgl. Lehner 2019, S. 29) Beispiel: Ein Schüler möchte ein Thema erforschen, das nicht im Lehrplan steht. Er recherchiert eigenständig in Büchern und online, setzt sich Lernziele und wählt passende Lernmethoden. So übernimmt er die Kontrolle über seinen eigenen Lernprozess. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Verbindlichkeiten

    Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die ein Unternehmen zum Abschlussstichtag hat und deren Betrag sowie Fälligkeit bekannt sind. (vgl. Kußmaul 2016, S. 391) Beispiele: Darlehen, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 391

  • Eigenkapital

    Eigenkapital bezeichnet den finanziellen Anteil eines Unternehmens, der den Eigentümern gehört und nicht durch Fremdmittel finanziert ist. Es wird durch die Differenz zwischen den Vermögensgegenständen des Unternehmens und den Schulden bestimmt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 388) Beispiele: Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage, Gewinnrücklage, Jahresüberschuss Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 388

  • Erfahrungsorientierter Unterricht

    Erfahrungsorientierter Unterricht bezieht sich auf ein didaktisches Konzept, bei dem Lehrkräfte den Schülern ermöglichen, ihre eigenen Erfahrungen, Erlebnisse, Fantasien und Einstellungen in den Unterricht einzubringen und zu thematisieren. Dieses Konzept legt Wert darauf, dass Lerninhalte auf persönlichen Erfahrungen der Schüler aufbauen und sie dabei unterstützen, aktiv am Lernprozess teilzunehmen und eigene Einsichten zu entwickeln. (vgl. Lehner 2019, S. 29) Beispiel: In einem erfahrungsorientierten Mathematikunterricht könnten Schülerinnen und Schüler geometrische Konzepte wie Flächenberechnung anhand von realen Beispielen aus ihrer Umgebung erkunden. Zum Beispiel könnten sie den Bereich eines Spielplatzes berechnen, indem sie die Fläche der verschiedenen Spielgeräte messen und zusammenrechnen. Dabei werden ihre eigenen Erfahrungen und Beobachtungen einbezogen, um das Konzept der Flächenberechnung besser zu verstehen. Lehner, M. (2019): Didaktik. Bern: Haupt Verlag

  • Umlaufvermögen

    Umlaufvermögen umfasst alle Gegenstände, die nicht langfristig im Geschäftsbetrieb genutzt werden, sondern dazu bestimmt sind, kurzfristig umgesetzt oder verbraucht zu werden. Diese Vermögensgegenstände dienen dazu, den laufenden Betriebszyklus zu unterstützen und werden in der Regel innerhalb eines Jahres in Geld umgewandelt. (vgl. Kußmaul 2016, S. 387 f.) Beispiele: Waren, Forderungen, Wertpapiere, Kassenbestand, Bankguthaben Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 387-388

  • Anlagevermögen

    Anlagevermögen umfasst alle Gegenstände, die langfristig im Geschäftsbetrieb genutzt werden sollen und dazu bestimmt sind, über einen längeren Zeitraum hinweg einen Nutzen für das Unternehmen zu generieren. (vgl. Kußmaul 2016, S. 386) Beispiel: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Wertpapiere Kußmaul, H. (2016): Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung für Einsteiger und Existenzgründer. 8. Auflage. In: Corsten, H. (Hrsg.): Lehr- und Handbücher der Betriebswirtschaftslehre. Berlin/Boston: De Gruyter, S. 386

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