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  • Soziale Milieus

    Soziale Milieus sind Gruppen von Menschen mit ähnlichen Werten, Lebensstilen, Einstellungen und sozialen Erfahrungen. Sie entwickeln durch ähnliche Sozialisation vergleichbare Denkweisen und Verhaltensweisen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 30) Beispiel: Junge, umweltbewusste Großstadtbewohner mit akademischem Hintergrund gehören oft einem ähnlichen sozialen Milieu an und teilen Interessen wie Nachhaltigkeit oder vegetarische Ernährung. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Milieuforschung

    Die Milieuforschung untersucht soziale Gruppen mit ähnlichen Lebensstilen, Werten und Einstellungen. Sie analysiert, wie soziale Herkunft, Bildung und Lebensweise das Verhalten und Denken von Menschen prägen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 29) Beispiel: Eine Werbefirma richtet nachhaltige Produkte gezielt an umweltbewusste, gut gebildete Großstadtbewohner aus, weil diese ein ähnliches soziales Milieu bilden. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Habitus

    Der Habitus beschreibt die durch Erziehung, Umfeld und soziale Herkunft geprägten Denkweisen, Wahrnehmungsweisen und Verhaltensweisen eines Menschen. Er beeinflusst, wie Menschen handeln, denken und Entscheidungen treffen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 26 f.) Beispiel: Kinder aus akademischen Familien fühlen sich an der Universität oft sicherer und selbstverständlicher als Kinder ohne akademischen Hintergrund. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Empathie

    Empathie bezeichnet die Fähigkeit, die Gefühle, Gedanken und Perspektiven anderer Menschen nachzuempfinden und zu verstehen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 21) Beispiel: Eine Lehrerin merkt, dass ein Schüler traurig ist, und spricht ruhig mit ihm, um seine Situation besser zu verstehen. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Interaktionistische Sozialisationsforschung

    Die interaktionistische Sozialisationsforschung untersucht, wie Menschen ihre Persönlichkeit und ihr Verhalten durch soziale Interaktionen, Kommunikation und Rollenübernahme entwickeln. Dabei lernen Menschen, sich in andere hineinzuversetzen und gesellschaftliche Erwartungen zu verstehen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 20 ff.) Beispiel: Ein Kind lernt in der Schule, Rücksicht auf Mitschüler zu nehmen, indem es deren Gefühle versteht und sich an gemeinsame Regeln hält. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Anomie

    Anomie bezeichnet einen Zustand, in dem gesellschaftliche Normen und Werte an Bedeutung verlieren und Orientierung fehlt. Dadurch können Unsicherheit, soziale Spannungen und ein Verlust von Zusammenhalt entstehen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 17) Beispiel: Während einer Wirtschaftskrise verlieren viele Menschen ihre Arbeit und fühlen sich gesellschaftlich ausgeschlossen. Dadurch steigen Unsicherheit und soziale Konflikte. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Soziale Wandel

    Der soziale Wandel beschreibt die Veränderungen von gesellschaftlichen Strukturen, Werten, Normen und Verhaltensweisen im Laufe der Zeit. Dazu zählen beispielsweise Veränderungen in Familie, Arbeit, Bildung oder Lebensstilen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 15 f.) Beispiel: Durch die Digitalisierung arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Dadurch verändern sich Arbeitsformen, Kommunikationswege und das Familienleben. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Internationale Konjunkturzusammenhang

    Der internationale Konjunkturzusammenhang beschreibt die wirtschaftliche Abhängigkeit von Ländern durch den internationalen Handel. Wirtschaftliches Wachstum oder Krisen in einem Land wirken sich über Exporte und Importe auch auf andere Volkswirtschaften aus. (vgl. Petersen 2015, S. 38 f.) Beispiel: Wächst die Wirtschaft in den USA, steigt dort die Nachfrage nach deutschen Autos und Maschinen. Deutsche Unternehmen exportieren mehr, wodurch Produktion und Beschäftigung in Deutschland zunehmen. Petersen, T. (2015): Brückenkurs Außenwirtschaft. Was Sie vor Vorlesungsbeginn wissen sollten. UVK/Lucius: Konstanz/München

  • Zolltheorie

    Die Zolltheorie untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen von Zöllen auf Handel, Preise, Produktion und Wohlstand. Importzölle verteuern ausländische Produkte, schützen dadurch inländische Produzenten, führen aber meist zu höheren Preisen für Verbraucher und zu Wohlfahrtsverlusten. (vgl. Petersen 2015, S. 32 ff.) Beispiel: Erhebt die EU einen Zoll auf importierte chinesische Solarmodule, werden diese in Europa teurer. Europäische Hersteller profitieren durch weniger Konkurrenz, Verbraucher müssen jedoch höhere Preise zahlen. Petersen, T. (2015): Brückenkurs Außenwirtschaft. Was Sie vor Vorlesungsbeginn wissen sollten. UVK/Lucius: Konstanz/München

  • Monetäre Außenwirtschaftstheorie

    Die monetäre Außenwirtschaftstheorie untersucht internationale Geldströme und Kapitalströme zwischen Ländern. Sie analysiert insbesondere Zahlungsbilanz, Wechselkurse sowie die Auswirkungen von Geldpolitik und Fiskalpolitik auf Außenhandel, Kapitalbewegungen und Volkswirtschaften. (vgl. Petersen 2015, S. 17 ff.) Beispiel: Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert verliert, werden deutsche Produkte in den USA günstiger. Dadurch steigen deutsche Exporte, während amerikanische Produkte in Europa teurer werden und weniger importiert werden. Petersen, T. (2015): Brückenkurs Außenwirtschaft. Was Sie vor Vorlesungsbeginn wissen sollten. UVK/Lucius: Konstanz/München

  • Keynesianische Wechselkurstheorie

    Die keynesianische Wechselkurstheorie ist eine Wechselkurstheorie und besagt, dass Wechselkurse durch Exporte und Importe beeinflusst werden. Länder mit hohen Exportüberschüssen erleben meist eine Aufwertung ihrer Währung. (vgl. Petersen 2015, S. 13 ff.) Beispiel: Exportiert Deutschland mehr Waren ins Ausland als es importiert, steigt die Nachfrage nach Euro. Dadurch wertet der Euro gegenüber anderen Währungen auf. Petersen, T. (2015): Brückenkurs Außenwirtschaft. Was Sie vor Vorlesungsbeginn wissen sollten. UVK/Lucius: Konstanz/München

  • Zinsparitätentheorie

    Die Zinsparitätentheorie ist eine Wechselkurstheorie und erklärt Wechselkurse über Unterschiede der Zinssätze zwischen Ländern. Anleger investieren dort, wo die höchste erwartete Rendite erzielt wird, wobei erwartete Wechselkursänderungen berücksichtigt werden. (vgl. Petersen 2015, S. 13 ff.) Beispiel: Wenn die Zinsen in Europa höher sind als in den USA, investieren Anleger eher in Europa – außer sie erwarten, dass der US-Dollar künftig an Wert gewinnt. Petersen, T. (2015): Brückenkurs Außenwirtschaft. Was Sie vor Vorlesungsbeginn wissen sollten. UVK/Lucius: Konstanz/München

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