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  • Referendariat - 84. Schultag

    Am heutigen Schultag im Referendariat habe ich zunächst zwei Unterrichtseinheiten im Einzelhandel hospitiert, im Fach Wirtschaftsprozesse. Die Lernenden haben sich dort mit Tarifrecht und Tarifpolitik beschäftigt – also Themen wie Tarifverträgen, Tarifautonomie und den Tarifpartnern, wie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Es waren wirklich schön anzuschauende Unterrichtsstunden, auch wenn ich mental noch etwas mit der Vorbereitung meiner Lehrprobe beschäftigt war. Danach hatte ich zwei Unterrichtseinheiten Volkswirtschaftslehre an der Höheren Handelsschule, mein bedarfsdeckender Unterricht. Wir wollten die Ergebnisse aus einem Planspiel aufbereiten und grafisch darstellen, aber die Daten waren einfach nicht zu gebrauchen. Also bin ich auf ein neues Arbeitsblatt umgestiegen, um Angebot und Nachfrage in einer Tabelle zu vergleichen. Leider sind wir nicht weit gekommen, weil es wieder viele Störungen gab. Ich habe eine klare Ansage gemacht und auch zwei Schüler vom Unterricht ausgeschlossen. Es ist eine Herausforderung, diese lebhafte Klasse zu unterrichten.

  • Referendariat - 23. Seminartag

    Am heutigen Seminartag im Referendariat habe ich zwei Fachseminare gehabt und ein Kernseminar. In den Fachseminaren haben wir uns über die Sicherungsphase im Unterricht unterhalten. Dabei ging es unter anderem darum, an welchen Kriterien ich messen kann, ob eine Sicherung gelingt, was ich als Lehrkraft dafür vorbereiten muss und welche Grenzen in dieser Phase existieren. Das hat mir sehr weitergeholfen, auch für meine kommende Unterrichtsplanung. Anschließend haben wir im Kernseminar zuerst einen Sprecherrat gewählt – das ging recht schnell. Danach ging es um das Thema Diagnostizieren, vor allem im Bezug auf die Quartalsnoten, die wir jetzt in der Schule vergeben haben. Anhand einer geschilderten Situation haben wir dann das SELLMO-Verfahren durchgeführt, uns über die Ergebnisse ausgetauscht und reflektiert. Wir haben auch gelernt, dass man im Unterricht beobachten kann, Schülerinnen und Schüler befragen kann und mittels des SELLMO-Tests auch testen kann. Damit endete ein weiterer Seminartag.

  • Sprachliche Handlungen

    Sprachliche Handlungen sind Äußerungen, mit denen Menschen nicht nur Informationen vermitteln, sondern gleichzeitig etwas tun, zum Beispiel bitten, versprechen, warnen, fragen oder sich entschuldigen. Sprache wird dabei als eine Form des Handelns verstanden. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 46 ff.) Beispiel: Der Satz: „Kannst du mir bitte das Salz geben?“ Damit wird nicht nur gesprochen, sondern gleichzeitig eine Bitte bzw. Aufforderung ausgedrückt. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh

  • Kontextualisierungshinweise

    Kontextualisierungshinweise sind sprachliche, paraverbale und nonverbale Signale wie Lachen, Pausen, Betonung oder Sprachwechsel, die in Gesprächen zeigen, wie eine Äußerung gemeint ist und welche Beziehung zwischen den Gesprächspartnern besteht. Sie helfen dabei, den Kontext einer Interaktion mit herzustellen und zu interpretieren. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 39) Beispiel: Ein ironisch gesagtes „Na toll…“ mit Augenrollen und Seufzen. Obwohl die Worte positiv klingen, zeigen Tonfall und Körpersprache, dass eigentlich Unzufriedenheit gemeint ist. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh

  • Linguistik

    Linguistik ist die Wissenschaft von der Sprache. Sie untersucht den Aufbau, die Bedeutung, den Gebrauch und die Entwicklung von Sprache sowie die Kommunikation zwischen Menschen. Dabei befasst sie sich unter anderem mit Lauten und Aussprache, Wortformen, Satzbau, Bedeutungen sowie dem Aufbau und Verständnis von Texten und Gesprächen. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 11 ff.) Beispiel: Die Untersuchung des Satzes „Gestern wir sind ins Kino gegangen“. Die Linguistik analysiert dabei den Satzbau und erklärt, dass die grammatikalisch richtige Form im Deutschen „Gestern sind wir ins Kino gegangen“ lautet. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh

  • Selbstorganisiertes Lernen

    Selbstorganisiertes Lernen bezeichnet einen Lernprozess, bei dem Lernende eigenständig Ziele, Inhalte, Methoden und Tempo ihres Lernens planen und steuern. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 51) Beispiel: Eine Person bringt sich selbst Programmieren bei, indem sie Online-Tutorials nutzt und eigene Übungen bearbeitet. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Formales Lernen

    Formales Lernen bezeichnet geplante Lernprozesse in Bildungseinrichtungen oder Ausbildungseinrichtungen, die zu anerkannten Abschlüssen oder Qualifikationen führen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 46) Beispiel: Ein BWL-Studium an einer Universität mit Bachelorabschluss ist formales Lernen. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Non-formales Lernen

    Non-formales Lernen umfasst organisierte Lernangebote außerhalb von Schule oder Universität, die meist nicht zu einem offiziell anerkannten Abschluss führen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 46) Beispiel: Ein Mitarbeitender besucht einen freiwilligen Excel-Workshop im Unternehmen, erhält aber kein offizielles Zertifikat. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Informelles Lernen

    Informelles Lernen bezeichnet Lernen, das außerhalb von Schule oder Kursen stattfindet und oft unbewusst oder selbstorganisiert erfolgt. Es entsteht im Alltag, durch Erfahrungen, Beobachtung oder Austausch mit anderen Menschen. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 45 f.) Beispiel: Eine Person lernt den Umgang mit einer neuen App, indem sie Videos schaut und ausprobiert, ohne einen offiziellen Kurs zu besuchen. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Sozial-ökologische Perspektive der Sozialisationsforschung

    Die sozial-ökologische Perspektive der Sozialisationsforschung betrachtet Sozialisation als Zusammenspiel zwischen Mensch und Umwelt. Die Entwicklung eines Menschen wird dabei durch verschiedene Ebenen beeinflusst – zum Beispiel Familie, Schule, Arbeit, Gesellschaft und kulturelle Werte. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 39 ff.) Beispiel: Die schulische Entwicklung eines Kindes wird nicht nur von den Eltern beeinflusst, sondern auch von Lehrkräften, Freundeskreis, Medien und den gesellschaftlichen Bildungsbedingungen. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Sichere Bindung

    Eine sichere Bindung entsteht, wenn ein Kind zuverlässige emotionale Zuwendung und Unterstützung durch seine Bezugspersonen erfährt. Dadurch entwickelt es Vertrauen, kann Gefühle offen zeigen und fühlt sich sicher. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 37 f.) Beispiel: Ein Kind weint nach einem Sturz, wird von den Eltern beruhigt und spielt danach wieder selbstbewusst weiter. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

  • Bindung

    Bindung beschreibt die emotionale Beziehung zwischen einem Kind und seinen Bezugspersonen. Sie vermittelt dem Kind Sicherheit, Schutz und Vertrauen und beeinflusst die spätere soziale und emotionale Entwicklung. (vgl. Tippelt/Schmidt-Hertha 2020, S. 37 f.) Beispiel: Ein Kleinkind sucht Trost bei seinen Eltern, wenn es Angst hat, und fühlt sich durch deren Nähe wieder sicher. Tippelt, R.; Schmidt-Hertha, B. (2020): Sozialisation und informelles Lernen im Erwachsenenalter. Bielefeld: wbv Publikationen

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