SUCHE
Search this site
12501 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Profit Budgeting and Control
Profit Budgeting and Control ist die US-amerikanische Bezeichnung für das Ergebniscontrolling. Darunter versteht man die Steuerung des Unternehmensergebnisses auf Grundlage einer auf Profitcenter ausgerichteten Budgetierung und entsprechender Abweichungsanalysen. Dadurch können Ergebnisziele geplant, überwacht und bei Abweichungen gezielte Maßnahmen eingeleitet werden. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 191) Beispiel: Ein Unternehmen teilt sich in zwei Profitcenter auf. Für Profitcenter A wird ein Jahresgewinn von 200.000 € und für Profitcenter B von 150.000 € geplant. Am Jahresende erzielt A tatsächlich 180.000 € und B 160.000 €. Durch die Abweichungsanalyse wird festgestellt, warum A das Ziel um 20.000 € verfehlt und B es um 10.000 € übertrifft, sodass die Unternehmensleitung geeignete Maßnahmen ergreifen kann. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Produktionscontrolling
Das Produktionscontrolling (auch Fertigungscontrolling) ist das funktionsbezogene Controlling aller Bereiche eines Unternehmens, die den Produktionsprozess betreffen. Es hat die Aufgabe, die Wirtschaftlichkeit der Produktion sicherzustellen, Produktionskosten zu überwachen, die Produktionsplanung zu begleiten und Ausschuss zu vermeiden. Zu den Instrumenten gehören beispielsweise die Abweichungsanalyse, die Analyse von Leerkosten und die Risikoanalyse möglicher Betriebsunterbrechungen. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 190) Beispiel: Ein Möbelhersteller plant monatliche Produktionskosten von 100.000 €, tatsächlich entstehen jedoch 115.000 €. Das Produktionscontrolling untersucht mithilfe einer Abweichungsanalyse die Ursachen, etwa einen erhöhten Materialverbrauch oder Maschinenstillstände. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Vermeidung von Ausschuss eingeleitet. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Product Life Cycle Costing
Product Life Cycle Costing ist ein Konzept des Kostenmanagements, mit dem die Wirtschaftlichkeit eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg analysiert wird – von der Entwicklung über die Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Dabei werden sowohl die Festlegung und Entstehung als auch die Beeinflussbarkeit der Kosten berücksichtigt. Da ein großer Teil der späteren Herstellkosten bereits in der Entwicklungsphase festgelegt wird, hilft das Konzept, die zeitliche Diskrepanz zwischen Kostenverursachung und Kostenerfassung in traditionellen Rechnungssystemen zu verringern. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 190) Beispiel: Ein Unternehmen entwickelt eine neue Waschmaschine. Bereits während der Entwicklung werden durch Materialwahl, Konstruktion und Energieeffizienz rund 70 % der späteren Herstellkosten festgelegt, obwohl zu diesem Zeitpunkt erst ein kleiner Teil der Kosten tatsächlich angefallen ist. Mit Product Life Cycle Costing vergleicht das Unternehmen die erwarteten Entwicklungskosten, Herstellungskosten, Wartungskosten und Entsorgungskosten, um frühzeitig kostengünstige Entscheidungen zu treffen. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Product Costing
Product Costing bezeichnet im US-amerikanischen Rechnungswesen die Produktkostenkalkulation zur Ermittlung der Herstellungskosten und Selbstkosten eines Produkts. Im Gegensatz zur deutschen Kalkulation ist sie meist auf die Bestandsbewertung im externen Rechnungswesen ausgerichtet. Zu den wichtigsten Kalkulationsverfahren gehören Job Order Costing (Zuschlagskalkulation), Process Costing (Divisionskalkulation) und Joint Product Costing (Kuppelproduktkalkulation). (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 190) Beispiel: Ein US-amerikanischer Möbelhersteller produziert Tische. Für einen bestimmten Kundenauftrag nutzt er das Job Order Costing, um Materialkosten von 200 €, Fertigungslöhne von 100 € und Gemeinkosten von 150 € zu verrechnen. Die Herstellungskosten betragen somit 450 € pro Tisch. Dieser Wert kann unter anderem für die Bewertung der Lagerbestände im externen Rechnungswesen verwendet werden. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Privatvermögen
Das Privatvermögen umfasst steuerlich alle Wirtschaftsgüter, die objektiv erkennbar für die private Nutzung bestimmt sind und nicht dem Betrieb dienen. Es steht im Gegensatz zum Betriebsvermögen, das dem Unternehmen zugeordnet ist. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189) Beispiel: Eine selbstständige Unternehmerin besitzt ein privat genutztes Auto und einen betrieblich genutzten Lieferwagen. Das private Auto gehört zu ihrem Privatvermögen, während der Lieferwagen dem Betriebsvermögen zugeordnet wird. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Prior Service Costs
Prior Service Costs bezeichnen nach US-GAAP den zusätzlichen Aufwand, der entsteht, wenn eine bestehende Versorgungszusage durch eine Planänderung (Plan Amendment) verbessert wird und diese Verbesserung bereits geleistete Dienstjahre der Arbeitnehmer betrifft. Die Kosten können über die erwartete verbleibende Dienstzeit der betroffenen aktiven Arbeitnehmer verteilt werden. Sind hauptsächlich ehemalige oder bereits pensionierte Arbeitnehmer betroffen, können sie über deren erwartete Restlebenszeit verteilt werden. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189) Beispiel: Ein Unternehmen erhöht die monatliche Pensionszusage für seine Beschäftigten rückwirkend von 500 € auf 600 €. Für die bereits geleisteten Dienstjahre entstehen dadurch zusätzliche Verpflichtungen von insgesamt 200.000 €. Sind die betroffenen Beschäftigten voraussichtlich noch zehn Jahre im Unternehmen tätig, können die Prior Service Costs über diesen Zeitraum verteilt werden, sodass jährlich 20.000 € Aufwand erfasst werden. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Principal Auditor
Der Principal Auditor ist nach US-GAAP der Wirtschaftsprüfer eines Konzerns, der die Gesamtverantwortung für die Konzernabschlussprüfung trägt. Einzelne Teilbereiche, beispielsweise Tochtergesellschaften, können von anderen Wirtschaftsprüfern geprüft werden. Bei der Verwendung ihrer Prüfungsergebnisse muss der Principal Auditor die geltenden Statements on Auditing Standards (SAS) beachten. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189) Beispiel: Ein internationaler Konzern hat seinen Hauptsitz in Deutschland und Tochtergesellschaften in den USA und Frankreich. Der Principal Auditor koordiniert die Konzernabschlussprüfung und übernimmt die Gesamtverantwortung. Die Tochtergesellschaften werden von lokalen Wirtschaftsprüfern geprüft, deren Ergebnisse der Principal Auditor unter Beachtung der SAS in die Konzernprüfung einbezieht. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Primärkostenrechnung
Die Primärkostenrechnung ist ein Verfahren zur Verrechnung von Kosten zwischen Kostenstellen sowie von Kostenstellen auf Kostenträger. Sie macht sichtbar, welchen Anteil die verschiedenen primären Kostenarten an den Gesamtkosten einer Endleistung haben. Dadurch lässt sich erkennen, wie bedeutend extern bezogene Produktionsfaktoren sind und wie stark sich die Kosten bei Veränderungen ihrer Einkaufspreise ändern. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189) Beispiel: Ein Möbelhersteller weist für einen Tisch 100 € Gesamtkosten aus: 50 € Materialkosten, 30 € Personalkosten und 20 € Energiekosten. Die Primärkostenrechnung zeigt die Anteile dieser Kostenarten an den Gesamtkosten. Steigt der Holzpreis, kann das Unternehmen erkennen, wie stark sich dadurch die Gesamtkosten des Tisches erhöhen. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Primärkosten
Primärkosten sind Kosten, die aus dem bewerteten Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen entstehen, die ein Unternehmen direkt vom Beschaffungsmarkt bezieht. Sie werden nach der Herkunft der eingesetzten Güter von den Sekundärkosten unterschieden, die aus innerbetrieblich erstellten und weiterverrechneten Leistungen entstehen. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 189) Beispiel: Ein Möbelhersteller kauft Holz für 5.000 € und beschäftigt Mitarbeitende, deren Lohnkosten 3.000 € betragen. Die Kosten für das eingekaufte Holz und die extern bezogenen Arbeitsleistungen sind Primärkosten. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Pretiale Lenkung
Die pretiale Lenkung ist ein von E. Schmalenbach geprägtes Konzept zur Steuerung innerbetrieblicher Vorgänge über Preise, insbesondere Verrechnungspreise. Dabei wird der marktwirtschaftliche Preismechanismus auf den innerbetrieblichen Austausch von Gütern und Dienstleistungen übertragen. Die einzelnen Abteilungen und Kostenstellen bieten ihre Leistungen zu Preisen an, die sich aus dem Wettbewerb um diese Leistungen ergeben, wodurch eine effiziente Verwendung der betrieblichen Ressourcen gefördert werden soll. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 188) Beispiel: Die Fertigungsabteilung eines Unternehmens benötigt eine interne IT-Leistung. Die IT-Abteilung verrechnet diese zu einem Preis von 80 € pro Stunde. Eine andere interne Abteilung bietet eine vergleichbare Leistung für 65 € an. Die Fertigung kann sich für das günstigere Angebot entscheiden, wodurch der interne Wettbewerb die Kosten und den Ressourceneinsatz beeinflusst. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Present Value
Der Present Value (Barwert) bezeichnet nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) den heutigen Wert der zukünftig erwarteten Nettocashflows, die einem bestimmten Vermögensgegenstand zugeordnet werden können. Zukünftige Zahlungsströme werden dabei auf ihren gegenwärtigen Wert abgezinst. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 188) Beispiel: Ein Vermögensgegenstand wird voraussichtlich in einem Jahr einen Nettocashflow von 11.000 € erwirtschaften. Bei einem Abzinsungssatz von 10 % beträgt sein Present Value heute 10.000 €, da der zukünftige Zahlungsstrom auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst wird. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler
- Preisobergrenze
Die Preisobergrenze ist der maximale Preis, den ein Unternehmen für eine Einheit eines Einsatzgutes zahlen kann, damit sich dessen Beschaffung und Verwendung in der Produktion gerade noch lohnt. Maßgeblich ist dabei die kostengünstigste geeignete Alternative, etwa der Einkauf eines Ersatzgutes, die Eigenfertigung oder der Verzicht auf die Herstellung. Die Preisobergrenze hängt somit von den relevanten Kosten der Alternativen ab. Das Gegenstück ist die Preisuntergrenze. (vgl. Becker/Lutz/Back 2011, S. 188) Beispiel: Ein Unternehmen benötigt ein Bauteil. Es kann dieses selbst für 80 € herstellen oder von einem Lieferanten beziehen. Damit sich der Einkauf lohnt, darf der Einkaufspreis höchstens 80 € betragen. Liegt der Angebotspreis darüber, ist die Eigenfertigung die kostengünstigere Alternative. Becker, W.; Lutz, S.; Back, C. (2011): Gabler Kompaktlexikon Modernes Rechnungswesen. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler


