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  • Humanisierung des Arbeitslebens

    Die Humanisierung des Arbeitslebens bezeichnet die Forderung, Arbeit und Technik an den Menschen anzupassen und die Bedingungen der Erwerbsarbeit human und sozial zu gestalten. Dabei sollen insbesondere die körperliche und psychische Gesundheit, die Fähigkeiten und die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Ziel ist es, Belastungen zu verringern und die Arbeitsbedingungen menschengerechter zu gestalten. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 312 ff.) Beispiel: Ein Unternehmen stellt seine Fließbandarbeit um, weil die Beschäftigten durch den hohen Zeitdruck stark belastet sind. Statt einer starren Taktbindung führt es beispielsweise teilautonome Gruppenarbeit ein. Dadurch erhalten die Beschäftigten mehr Entscheidungsspielraum und Handlungsspielraum und können ihre Arbeit stärker selbst mitgestalten. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • David Hume

    David Hume (1711–1776) war ein schottischer Philosoph und Historiker, der auch das ökonomische Denken seiner Zeit stark beeinflusste. Er lehnte eine umfassende staatliche Planung ab und befürwortete Eigentum, Recht und Freihandel. Außerdem widerlegte er die merkantilistische Vorstellung, dass der Reichtum eines Landes durch die Einfuhr von Gold gesteigert werden könne. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 315 f.) Beispiel: Hume argumentierte, dass ein Land nicht einfach dadurch reicher wird, dass es mehr Gold importiert. Stattdessen kann Freihandel den wirtschaftlichen Austausch fördern. Damit beeinflusste er unter anderem die späteren wirtschaftlichen Vorstellungen von Adam Smith. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Identifikationsnummer

    Eine Identifikationsnummer ist ein bundeseinheitliches steuerliches Ordnungsmerkmal, mit dem Steuerpflichtige eindeutig identifiziert werden. Natürliche Personen erhalten eine elfstellige Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID), die ihnen dauerhaft zugeordnet wird. Wirtschaftlich Tätige erhalten eine Wirtschafts-Identifikationsnummer. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 317) Beispiel: Eine Person erhält bei ihrer Geburt eine Steuer-ID. Diese Nummer wird beispielsweise für steuerliche Angelegenheiten verwendet und bleibt der Person grundsätzlich dauerhaft zugeordnet. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Ideologie

    Ideologie bezeichnet ein Denksystem oder Gesellschaftssystem bzw. eine politische Weltanschauung, mit der gesellschaftliche Verhältnisse umfassend interpretiert und bewertet werden. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 317 ff.) Beispiel: Der Marxismus kann als Ideologie verstanden werden, die die Gesellschaft umfassend analysiert und insbesondere die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen verschiedenen Klassen erklärt und bewertet. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Imperialismus

    Imperialismus bezeichnet allgemein eine staatliche Politik der territorialen Ausdehnung und Machterweiterung, die durch diplomatische oder militärische Mittel erfolgen kann. Im engeren historischen Sinn beschreibt der Begriff vor allem die Expansionspolitik europäischer Staaten in Asien und Afrika seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 319) Beispiel: Russland begann 2022 den großflächigen Angriff auf die Ukraine, unter anderem mit dem Ziel, seinen politischen und territorialen Einfluss auszuweiten. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Importkartell

    Ein Importkartell ist ein Kartell, dessen Vereinbarung die Einfuhr von Gütern oder Dienstleistungen betrifft. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 319) Beispiel: Mehrere deutsche Unternehmen vereinbaren gemeinsam, bestimmte Waren aus dem Ausland nur zu festgelegten Bedingungen einzuführen. Eine solche Vereinbarung bezeichnet man als Importkartell. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Improvisation

    Improvisation bezeichnet eine spontane Entscheidung, die aufgrund unvorhergesehener Umstände notwendig werden kann. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 319) Beispiel: Eine Maschine fällt während der Produktion unerwartet aus. Der Betriebsleiter entscheidet spontan, die Produktion vorübergehend auf eine andere Maschine zu verlagern. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Individualbedürfnisse

    Individualbedürfnisse sind Bedürfnisse, die eine Person in der Regel selbst befriedigen kann, beispielsweise nach Nahrung, Kleidung, einer Wohnung, einem Auto oder einer Urlaubsreise. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 319) Beispiel: Eine Person möchte in den Urlaub fahren und bucht und bezahlt selbst eine Ferienreise. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Individualprinzip

    Das Individualprinzip ist ein Grundsatz der Leistungsgesellschaft, nach dem jeder Mensch die Freiheit haben soll, seine Lebensbedingungen selbst zu gestalten. Damit verbunden ist die Eigenverantwortung und Selbstvorsorge. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 320) Beispiel: Eine Person sorgt eigenverantwortlich für ihr Alter vor, indem sie privat Geld spart oder eine private Altersvorsorge abschließt, anstatt sich ausschließlich auf staatliche Leistungen zu verlassen. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Individualversicherung

    Eine Individualversicherung ist eine freiwillig abgeschlossene private Versicherung, mit der eine Person persönliche Risiken absichert. Dazu gehören vor allem Sachversicherungen, Personenversicherungen, Haftpflichtversicherungen und Rechtsschutzversicherungen. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 320) Beispiele: Brillenversicherung, Handyversicherung, Berufshaftpflichtversicherung May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Individuum

    Ein Individuum ist der einzelne Mensch als eigenständiges und einzigartiges Wesen, das sich durch seine persönlichen Eigenschaften und Besonderheiten von anderen Menschen unterscheidet. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 320) Beispiel: Jeder Schüler einer Klasse ist ein Individuum, weil jeder eigene Interessen, Fähigkeiten und Eigenschaften besitzt. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

  • Indossament

    Ein Indossament ist eine schriftliche Erklärung auf der Rückseite eines Orderpapiers, mit der der bisherige Inhaber festlegt, dass die Rechte aus dem Papier auf eine andere, von ihm genannte Person übertragen werden. (vgl. May/Wiepcke 2012, S. 320) Beispiel: Markus besitzt einen Wechsel über 1.000 €. Auf der Rückseite erklärt er, dass die 1.000 € an Melanie gezahlt werden sollen, und überträgt den Wechsel an sie. Diese schriftliche Übertragung nennt man Indossament. May, H.; Wiepcke, C. (2012): Lexikon der ökonomischen Bildung. 8. Auflage. München: Oldenbourg Verlag

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