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- Morphologische Prinzip
Das morphologische Prinzip ist ein orthographisches Prinzip des Deutschen und besagt, dass Wortstämme in verwandten Wörtern gleich geschrieben werden. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 93 ff.) Beispiel: „Rad“ wird trotz der Aussprache „t“ mit „d“ geschrieben, damit die Verwandtschaft zu „Räder“ sichtbar bleibt. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Lexikalisch-semantische Prinzip
Das lexikalisch-semantische Prinzip ist ein orthographisches Prinzip des Deutschen und sorgt dafür, dass Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung unterschiedlich geschrieben werden, auch wenn sie gleich klingen. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 93 ff.) Beispiel: „Lerche“ (Vogel) und „Lärche“ (Baum). Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Grammatische Prinzip
Das grammatische Prinzip ist ein orthographisches Prinzip des Deutschen und regelt bestimmte Schreibweisen nach grammatischen Funktionen. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 93 ff.) Beispiel: Substantive werden großgeschrieben, etwa „das Haus“. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Pragmatische Prinzip
Das pragmatische Prinzip ist ein orthographisches Prinzip des Deutschen und betrifft Schreibweisen aus Höflichkeit oder sozialer Funktion. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 93 ff.) Beispiel: Das Anredepronomen „Sie“ wird großgeschrieben. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Ästhetische Prinzip
Das ästhetische Prinzip ist ein orthographisches Prinzip des Deutschen und orientiert sich an der Lesbarkeit und dem Schriftbild. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 93 ff.) Beispiel: Man schreibt „Boot“, aber nicht „Biir“. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Orthographie
Orthographie bezeichnet die Regeln und Konventionen des richtigen Schreibens einer Sprache. Sie legt fest, wie Wörter korrekt geschrieben werden, damit schriftliche Kommunikation verständlich und einheitlich bleibt. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 87 ff.) Beispiel: Das Wort „Fuchs“ ist die orthographisch richtige Schreibweise. Schreibungen wie „Phuks“ oder „Vugs“ wären zwar theoretisch möglich, entsprechen aber nicht der deutschen Rechtschreibung. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Phonologie
Phonologie untersucht, welche Laute einer Sprache bedeutungsunterscheidend sind und welche Funktion sie im Sprachsystem haben. Im Mittelpunkt steht also nicht die konkrete Aussprache, sondern die Unterschiede, die die Bedeutung eines Wortes verändern können. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 80 ff.) Beispiel: Die Wörter „Tonne“ und „Donne“ unterscheiden sich nur in den Lauten „t“ und „d“. Da sich dadurch die Bedeutung ändert, sind diese Laute im Deutschen unterschiedliche Phoneme. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Suprasegmentalia
Suprasegmentalia sind Merkmale der gesprochenen Sprache, die über einzelne Laute hinausgehen, z. B. Betonung, Rhythmus, Satzmelodie und Intonation. Sie beeinflussen, wie eine Äußerung verstanden wird. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 75 ff.) Beispiel: Der Satz „Der Film beginnt schon?“ wird mit steigender Intonation als Frage verstanden, mit fallender Intonation dagegen als Aussage. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Assimilation
Assimilation bezeichnet die Angleichung eines Lautes an einen benachbarten Laut. Dabei passen sich Laute z. B. im Artikulationsort oder in der Aussprache aneinander an, damit das Sprechen flüssiger und einfacher wird. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 74) Beispiel: Das Wort „haben“ wird umgangssprachlich oft wie „habm“ ausgesprochen, weil sich das [n] an das vorherige [b] angleicht. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Phonotaktik
Phonotaktik bezeichnet die Regeln einer Sprache dafür, wie Laute innerhalb von Silben oder Wörtern kombiniert werden dürfen. Sie legt fest, welche Lautfolgen möglich sind und an welcher Position bestimmte Laute stehen können. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 72 ff.) Beispiel: Im Deutschen ist die Konsonantenhäufung „str“ am Wortanfang erlaubt, z. B. in „Straße“. In anderen Sprachen sind solche Kombinationen oft nicht möglich. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Artikulationsort
Der Artikulationsort bezeichnet die Stelle im Mundraum oder Rachenraum, an der ein Laut gebildet wird bzw. an der ein Artikulationshindernis entsteht. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 66) Beispiel: Beim Laut [t] berührt die Zungenspitze den Zahndamm hinter den oberen Zähnen. Der Artikulationsort ist hier alveolar. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh
- Segmentalia
Segmentalia sind einzelne Sprachlaute wie Vokale und Konsonanten, die in der Phonetik untersucht werden. Sie entstehen durch das Zusammenspiel verschiedener Artikulationsorgane wie Zunge, Lippen oder Stimmbänder. Konsonanten werden dabei nach Artikulationsort, Artikulationsart und Stimmton unterschieden. (vgl. Horstmann/Settinieri/Freitag 2020, S. 65 ff.) Beispiel: Beim Aussprechen des Wortes „Tasse“ entsteht der Laut [t], indem die Zungenspitze kurz den Zahndamm berührt und die Luft plötzlich freigegeben wird. Horstmann, S.; Settinieri, J.; Freitag, D. (2020): Einführung in die Linguistik für DaF/DaZ. Paderborn: Ferdinand Schöningh


