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  • Produktionsdefizit

    Ein Produktionsdefizit liegt vor, wenn Schüler zwar über die nötigen kognitiven Voraussetzungen verfügen, eine Lernstrategie aber noch nicht selbstständig anwenden. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 130) Beispiel: Beispielsweise führen Kinder in der Sekundarstufe die Probe bei einer Subtraktionsaufgabe nur dann durch, wenn der Lehrer sie ausdrücklich dazu auffordert, wenden sie die Strategie aber eigenständig noch nicht an. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Mediationsdefizit

    Ein Mediationsdefizit liegt vor, wenn Schüler die kognitiven Voraussetzungen für eine Lernstrategie besitzen, diese aber noch nicht anwenden können, selbst wenn ihnen die Strategie vom Lehrer vorgemacht wird. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 130) Beispiel: Rechnen in der Grundschule: Der Lehrer erklärt den Kindern, wie man die Probe bei einer Subtraktionsaufgabe durchführt. Obwohl die Schüler die Probe verstehen könnten, wenden sie sie nicht selbstständig an und warten darauf, dass der Lehrer sie jedes Mal daran erinnert. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Ressourcenstrategien

    Ressourcenstrategien sind Lernstrategien, die darauf abzielen, innere und äußere Voraussetzungen des Lernens gezielt zu steuern und zu optimieren, etwa durch Aufmerksamkeitssteuerung, Zeitmanagement, eine geeignete Lernumgebung, die Nutzung von Hilfsmitteln sowie die Wahl passender Arbeitsformen und Sozialformen, um den Lernprozess effektiv zu unterstützen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129 f.) Beispiel: Ein Schüler legt vor dem Lernen sein Smartphone weg, richtet seinen Schreibtisch ruhig und ordentlich ein, plant eine feste Lernzeit von 30 Minuten und entscheidet sich, schwierige Aufgaben gemeinsam mit einem Mitschüler zu bearbeiten, um konzentriert und effizient arbeiten zu können. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Bewertungskomponente

    Die Bewertungskomponente bezeichnet die metakognitive Fähigkeit, den eigenen Lernprozess nach Abschluss einer Lernphase kritisch zu reflektieren. Dabei überprüft der Lerner, ob die gesetzten Lernziele erreicht wurden, ob Zeitplanung und Vorgehen sinnvoll waren und welche Lernstrategien effektiv oder verbesserungsbedürftig sind, um zukünftige Lernprozesse gezielter zu optimieren. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Nach dem Lernen für eine Biologieklausur schaut sich eine Schülerin ihre Ergebnisse an und stellt fest, dass sie die Fachbegriffe zwar auswendig kann, die Zusammenhänge aber noch unsicher sind. Sie erkennt, dass reines Wiederholen nicht ausgereicht hat, und entscheidet, beim nächsten Mal zusätzlich Schaubilder zu erstellen und Übungsaufgaben zu bearbeiten. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Überwachungskomponente

    Die Überwachungskomponente bezeichnet die metakognitive Kontrolle des laufenden Lernprozesses, bei der Lernende ihren Arbeitsfortschritt fortwährend mit den gesetzten Lernzielen vergleichen, um Verständnisprobleme, Fehler oder Wissenslücken frühzeitig zu erkennen und ihr Vorgehen bei Bedarf anzupassen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Während des Lernens für eine Geschichtsarbeit überprüft ein Schüler regelmäßig, ob er die Inhalte ohne Hilfe des Buches erklären kann, und merkt dabei, dass er die Ursachen des Ersten Weltkriegs noch nicht sicher beherrscht. Daraufhin unterbricht er sein Lernen, liest den Abschnitt erneut und fasst die wichtigsten Punkte noch einmal in eigenen Worten zusammen. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Planungskomponente

    Die Planungskomponente metakognitiver Lernstrategien umfasst alle bewussten Vorbereitungen eines Lerners vor Beginn einer Lernphase, wie das Festlegen von Lernzielen, das Einteilen der Lernzeit, die Auswahl geeigneter Lernstrategien sowie die Strukturierung der einzelnen Lernschritte, um den Lernprozess zielgerichtet und effizient zu gestalten. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Vor dem Lernen für eine Biologiearbeit über das Herz-Kreislauf-System überlegt sich die Schülerin, welche Inhalte prüfungsrelevant sind, setzt sich das Ziel, die Funktionen von Herz und Blutkreislauf erklären zu können, plant dafür eine Stunde Lernzeit ein und entscheidet, zuerst den Text zu lesen und anschließend eine Mindmap zu erstellen. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Metakognitive Lernstrategien

    Metakognitive Lernstrategien bezeichnen Strategien zur bewussten Planung, Überwachung und Bewertung des eigenen Lernens, mit denen Lernende ihren Lernprozess selbst steuern, reflektieren und gezielt anpassen, um effektiver und erfolgreicher zu lernen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 129) Beispiel: Eine Schülerin plant vor dem Lernen für eine Klassenarbeit, welche Themen sie in welcher Reihenfolge bearbeiten möchte und wie viel Zeit sie dafür einplant. Während des Lernens überprüft sie regelmäßig, ob sie den Stoff wirklich verstanden hat, indem sie sich Inhalte ohne Unterlagen selbst erklärt. Nach dem Lernen bewertet sie, ob sie ihre Ziele erreicht hat, und entscheidet, ob sie bestimmte Themen noch einmal wiederholen oder ihre Lernstrategie beim nächsten Mal verändern sollte. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Kritisches Prüfen

    Kritisches Prüfen bedeutet, Informationen und Aussagen genau zu hinterfragen, indem Schüler prüfen, ob Argumente stimmig sind, Zusammenhänge passen und Schlussfolgerungen ausreichend belegt sind, um den Lernstoff besser zu verstehen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 128 f.) Beispiel: Beim kritischen Prüfen liest ein Schüler einen Zeitungsartikel über den Klimawandel und hinterfragt dabei die Argumente: Er überprüft, ob die genannten Ursachen wirklich zu den beschriebenen Folgen führen, vergleicht die Aussagen mit anderen Quellen und entscheidet, welche Informationen glaubwürdig sind. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Organisationsstrategien

    Organisationsstrategien sind Lernmethoden, bei denen Schüler den Stoff strukturiert aufbereiten, z. B. durch Zusammenfassungen, Überschriften, Schemata oder Mindmaps, um Inhalte besser zu verstehen und leichter abrufen zu können. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 128) Beispiel: Beim Lernen für die Geschichtsklausur erstellt Melanie eine Mindmap: Sie schreibt „Französische Revolution“ in die Mitte eines Blattes und ordnet die wichtigsten Ereignisse, Daten und Personen auf Ästen darum an. So behält sie die Zusammenhänge besser im Blick und kann die Inhalte leichter wiedergeben. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Elaborationsstrategien

    Elaborationsstrategien sind Lernmethoden, bei denen neue Informationen durch Beispiele, Eselsbrücken oder Querverbindungen zu bereits bekanntem Wissen vertieft und sinnvoll vernetzt werden, um ein besseres Verständnis zu erreichen. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 128) Beispiel: Beim Lernen der französischen Vokabeln für den nächsten Test erstellt Lisa Eselsbrücken, verknüpft die neuen Wörter mit bereits bekannten Begriffen und malt kleine Bilder dazu in ihr Heft, um die Begriffe besser zu verstehen und im Gedächtnis zu verankern. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Wiederholungsstrategien

    Wiederholungsstrategien sind Lernmethoden, bei denen Informationen mehrfach wiederholt, aufgesagt oder abgeschrieben werden, um sie ins Langzeitgedächtnis zu übertragen. Sie fördern das Auswendiglernen, verbinden neuen Stoff jedoch kaum mit bereits vorhandenem Wissen und werden daher auch als Oberflächenstrategien bezeichnet. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 128) Beispiel: Ein Schüler lernt für einen Vokabeltest, indem er die neuen Wörter mehrmals laut vorsagt und die Bedeutungen wiederholt aufschreibt. So prägt er sich die Wörter ein, ohne sie jedoch mit eigenen Beispielen oder bereits bekannten Vokabeln zu verknüpfen. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

  • Induktives Denken

    Induktives Denken bezeichnet die Fähigkeit, Regelmäßigkeiten, Zusammenhänge oder Ordnungen in scheinbar ungeordneten Informationen zu erkennen. Dabei werden Beobachtungen systematisiert und aus Einzelinformationen allgemeine Hypothesen abgeleitet. Es ist eine grundlegende Denkfähigkeit, die sowohl für schulisches Lernen als auch für alltägliche Problemlösungen bedeutsam ist. (vgl. Hesse/Latzko 2017, S. 124 ff.) Beispiel: Wenn eine Lehrerin den Schülern mehrere Zahlenreihen zeigt, bei denen sich die Zahlen nach bestimmten Regeln verändern, und die Kinder selbstständig erkennen sollen, welche Regel jeweils gilt und wie die Reihe fortgesetzt wird. Dabei lernen sie, Muster zu erkennen, Vergleiche anzustellen und eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Hesse, I.; Latzko, B. (2017): Diagnostik für Lehrkräfte. 3. Auflage. Opladen/Toronto: Barbara Budrich

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