Zwei-Säulen-Strategie
- Andreas Armster

- 27. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Die Zwei-Säulen-Strategie der Europäische Zentralbank ist ein geldpolitisches Konzept, bei dem Entscheidungen auf zwei Analysen basieren: einer wirtschaftlichen Analyse (kurzfristige bis mittelfristige Entwicklungen) und einer monetären Analyse (langfristige Entwicklung der Geldmenge). Beide werden gemeinsam bewertet, um Risiken für die Preisstabilität einzuschätzen. (vgl. Dierks 2022, S. 178 ff.)
Beispiel: Die Europäische Zentralbank beobachtet, dass die Wirtschaft stark wächst und die Nachfrage steigt, was kurzfristig auf Inflationsrisiken hinweist (wirtschaftliche Analyse). Gleichzeitig nimmt auch die Geldmenge deutlich zu, was langfristig ebenfalls steigende Preise erwarten lässt (monetäre Analyse). Da beide Säulen übereinstimmend Inflationsgefahren signalisieren, entscheidet sich die Zentralbank, die Zinsen zu erhöhen.
Dierks, L. H. (2022): Geldpolitik. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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