Vermögensendwertverfahren
- Andreas Armster

- 4. Jan.
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Das Vermögensendwertverfahren ist ein dynamisches Verfahren der Investitionsrechnung, bei dem alle Einzahlungen und Auszahlungen einer Investition unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sollzinssätze und Habenzinssätze auf das Ende des Planungszeitraums aufgezinst werden. Maßstab für die Vorteilhaftigkeit ist die Maximierung des Endvermögens. (vgl. Hölscher/Helms 2018, S. 99 ff.)
Beispiel: Eine Investition, die zu Beginn vollständig fremdfinanziert wird. Die anfängliche Auszahlung von 60.000 € wird mit einem Kredit zu einem Sollzinssatz von 15 % finanziert. Während der Laufzeit erzielt das Projekt jährliche Einzahlungen, aus denen der Kapitaldienst geleistet wird. Überschüssige Mittel werden jeweils zum Habenzinssatz von 10 % angelegt. Am Ende des Planungszeitraums wird das gesamte angesammelte Vermögen einschließlich der Verzinsung betrachtet. Ist der so ermittelte Vermögensendwert positiv, hat die Investition das Vermögen des Investors erhöht und gilt als vorteilhaft.
Hölscher, R.; Helms, N. (2018): Investition und Finanzierung. 2. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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