Tätigkeitsverzerrung
- Andreas Armster

- 9. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Die Tätigkeitsverzerrung beschreibt einen Beurteilungsfehler in der Personalentwicklung, bei dem eine Potenzialanalyse zwar abstrakt Fähigkeiten misst, aber nicht zwingend die tatsächliche Bewältigung zukünftiger Aufgaben widerspiegelt. Sie tritt häufig auf, wenn die Analyse durch Personalverantwortliche erfolgt, die nur begrenzt Einfluss auf die praktische Umsetzung des Potenzials haben. (vgl. Oechsler/Paul, 2024, S. 535 f.)
Beispiel: Ein Personaler bewertet Laura in einem Assessment Center als sehr geeignet für eine leitende Vertriebsposition. Er kann jedoch nicht einschätzen, ob sie in der Praxis tatsächlich erfolgreich Kunden akquirieren und ein Vertriebsteam führen kann, da er ihre Arbeitssituation nicht aus eigener Erfahrung kennt.
Oechsler, W. A.; Paul, C. (2024): Personal und Arbeit. Einführung in das Personalmanagement. 12. Auflage. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg



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