System überlappender Gruppen
- Andreas Armster

- 2. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Das System überlappender Gruppen ist ein Organisationsmodell, bei dem Mitarbeiter gleichzeitig Mitglied in mehreren Gruppen sind, die horizontal gleichrangige Bereiche und vertikal unterschiedliche Hierarchieebenen verbinden. Durch diese sogenannten „linking pins“ wird der Informationsfluss, die Abstimmung und Zusammenarbeit über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg ermöglicht, während die formale Hierarchie bestehen bleibt. Entscheidungen werden idealerweise im Konsens innerhalb der Gruppen getroffen, Konflikte kann der Teamleiter entscheiden. (vgl. Bea/Göbel 2019, S. 388 f.)
Beispiel: In einem Automobilunternehmen ist ein Mitarbeiter gleichzeitig Mitglied im Produktentwicklungsteam für Motoren und im Qualitätssicherungsteam für Motorenteile. Als linking pin sorgt er dafür, dass Informationen über neue Motorentechnologien direkt zwischen beiden Teams fließen, sodass das Entwicklungsteam bei Designänderungen sofort die Auswirkungen auf die Qualität berücksichtigen kann.
Bea, F. X.; Göbel, E. (2019): Organisation. Theorie und Gestaltung. 5. Auflage. München: UVK Verlag



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