Subtraktive Steuerneutralität
- Andreas Armster

- 23. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Subtraktive Steuerneutralität liegt vor, wenn sich direkte und indirekte Steuern in ihrer internationalen Wettbewerbswirkung gegenseitig ausgleichen, sodass die Nettoauswirkung auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes aus der Differenz (Subtraktion) der jeweiligen Steuerlasten ergibt. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 357 ff.)
Beispiel: Ein Land erhöht die Mehrwertsteuer auf Exporte, senkt aber gleichzeitig die Körperschaftsteuer für exportierende Unternehmen im gleichen Ausmaß. Die höhere indirekte Steuer verteuert zwar die Güter, die niedrigere direkte Steuer senkt jedoch die Produktionskosten. Beide Effekte heben sich teilweise auf, sodass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit insgesamt kaum ändert.
Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien



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