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Saldo des Vollbeschäftigungsbudgets

Der Saldo des Vollbeschäftigungsbudgets (Full Employment Budget Surplus, FEBS) ist ein Konzept, das in den USA entwickelt wurde, um die konjunkturbedingten Schwankungen im Budgetsaldo zu eliminieren. Der FEBS zeigt, wie der Haushaltssaldo aussehen würde, wenn die Wirtschaft bei Vollbeschäftigung operieren würde. Dadurch wird sichergestellt, dass der Saldo nur durch gezielte politische Maßnahmen (diskretionäre Maßnahmen) beeinflusst wird, und nicht durch konjunkturelle Veränderungen. (vgl. Brümmerhoff/Büttner 2018, S. 390)


Beispiel: Angenommen, der Staat hat aktuell ein Budgetdefizit von 20 Milliarden Euro. Ein Teil dieses Defizits ist auf die hohe Arbeitslosigkeit und geringere Steuereinnahmen während einer Rezession zurückzuführen. Wenn die Wirtschaft bei Vollbeschäftigung wäre, würden die zusätzlichen Steuereinnahmen und geringeren Sozialausgaben das Defizit auf nur 5 Milliarden Euro reduzieren. Dieser Betrag von 5 Milliarden Euro ist der FEBS und zeigt, dass das strukturelle Defizit geringer ist als das aktuelle Defizit, das durch konjunkturelle Faktoren beeinflusst wird.


Brümmerhoff, D.; Büttner, T. (2018): Finanzwissenschaft. 12. Auflage. Berlin/Boston:

De Gruyter Oldenbourg

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