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Ricardianische Äquivalenztheorem

Das ricardianische Äquivalenztheorem besagt, dass staatliche Budgetdefizite keinen Einfluss auf den privaten Konsum haben, weil rationale Haushalte eine heutige Staatsverschuldung als zukünftige Steuerbelastung erwarten und daher entsprechend mehr sparen. Öffentliche Ausgaben wirken somit gleich, egal ob sie durch Steuern oder durch Schulden finanziert werden. (vgl. Nowotny/Zagler 2022, S. 392 f.)


Beispiel: Der Staat senkt heute die Steuern um 1.000 € und finanziert dies durch neue Schulden. Nach dem ricardianischen Äquivalenztheorem spart ein rationaler Haushalt diese 1.000 €, weil er erwartet, dass er in Zukunft genau diesen Betrag über höhere Steuern zurückzahlen muss. Der Konsum bleibt daher unverändert.


Nowotny, E.; Zagler, M. (2022): Der öffentliche Sektor. Einführung in die Finanzwissenschaft. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien

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